Die Sache mit den Igeln

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Es gibt da eine Frage, die habe ich – bevor ich sie hier stelle – am Ingenieur ausprobiert. Wollt ihr die Frage hören? Und dabei immer dran denken, ich kann euch sehen. Okay? Also okay! Okay okay. Da ist sie:

Hast du schon mal Igel gegessen?

Oha, da gibt es Abstufungen zwischen echtem Ekel, Empörung, und sehe ich da eine amüsiert hochgezogene Augenbraue?

Alles gut, ihr könnt euch beruhigen, hier kommt die Auflösung: vor kurzem hat der Obsthof Lindicke in Werder wieder mal zum Hoffest eingeladen. Und nachdem wir dort auch schon verrücktestem Wetter waren (mal fast 20°C, mal Modder bis ans Knie und mal Schneeregen wild von der Seite), wurden wir in diesem Jahr mit ganz angenehmen Temperaturen und sogar Sonnenschein verwöhnt. Nach der Pflicht – also mindestens 2 Kilo die schönsten Äpfel pro Person (die beste Freundin und ich) und 1 Kilo die schönsten Birnen (der Ingenieur) aussuchen, etwas Gemüse kaufen, eine Bratwurst essen (der Ingenieur), geräucherten Saibling und Fischbrötchen vom lustigsten Fischverkäufer der Region kaufen (die beste Freundin und ich) und Kindern beim Förderbandrutschen zusehen, geht es an die Kür, nämlich noch einen Blick in die Kelterei werfen, die Handwerkerstände angucken und den Hofladen besuchen. Und dort kommen wir den Igeln wieder näher – oder hattet ihr das schon vergessen? Dort gibt es nämlich neben tollen Marmeladenkreationen, Ölen, Alkohol, Süßkram und getrocknetem Obst auch Igel. In einer Tüte zusammen mit Äpfeln und Birnen. Ausstechförmchen. Oder habt ihr echt an Igelfleisch gedacht. Iiiihh baba!!

Nach einem weiteren Spaziergang – diesmal auf der Insel Werder – das auf dem Bild ist keine Deko, das sind die Stangen von Fischreusen – habe ich mich dann zuhause gleich an die Igelanwendung gemacht.

 

 

 

Dazu habe ich 250 g Margarine, etwas Salz, 130 g Zucker, 1 Ei, 390 g Mehl und ein paar Tropfen Vanille flott verknetet und dann im Kühlschrank geparkt. Mindestens eine Stunden. Und weil eine Stunde sehr lang ist, wenn man eigentlich loslegen will, habe ich noch eine Fuhre Müsli gebacken, die Waschmaschine ausgeräumt und mit dem Ingenieur gemütlich eine Tasse Kaffee getrunken.

Dann kann es losgehen. Teig portionsweise auf Mehl ausrollen und ausstechen. Die Plätzchen werden dann im Backofen bei 170°C für ca. 9 Minuten gebacken. Dann flott aus dem Ofen damit und flach hinlegen (die werden sonst beim Abkühlen krumm). Das war es dann schon. In die letzte Charge habe ich ein paar Chiasamen geknetet.

Wer mag, kann nach dem Abkühlen auch noch immer zwei Kekse mit Apfelmarmelade zusammenkleben. Bei so kleinen Förmchen ist man eine ganze Weile beschäftigt, das ist nix für Ungeduldige. Für die gibt es ja zum Glück andere Rezepte.

Wenn alles erledigt ist, müssen nur noch die Küche aufgeräumt, die Kekse verstaut und der Griff vom Kühlschrank (Stichwort Mehlhände) wieder saubergemacht werden.

Und übrigens: sogar ich habe mitbekommen, dass man dieses Jahr eigentlich Einhörner backen sollte. Aber hey – gegen Einhörner sind Igel die größere  Herausforderung. Ich sag nur Nase, Igelnase.

*also strenggenommen nicht, weil alles ohne Geld, aber eben Verlinkung – und ehe mir einer aus Wut einen Kratzer ins Auto macht oder das Fahrrad umwirft, schreibe ich das da hin.

 

2 Gedanken zu “Die Sache mit den Igeln

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