Ciabatta Brötchen – Synchronbacken im Juli

Als ich das Thema des aktuellen Synchronbackens verkündet habe, kam hier gleich der Einwurf „das hatten wir schon mal“, wobei das „wir“ sich hauptsächlich aufs Essen bezog, aber ansonsten – ja, Ciabatta waren im vor ungefähr einem Jahr schon einmal dran. Rezept und Orga liegen wieder bei bei Zorra und das Rezept ist Ciabatta Brötchen von Maurizio von The Fresh Loaf

synchronbacken Juli 2021

Aus Gründen war ich wieder mal ein bissel aus dem Takt, dafür habe ich aus anderen Gründen am Sonntag gleich noch einmal Teig angesetzt. Da ich keinen Sauerteig habe, ging die ganze Choose bei mir sogar über drei Tage. Aber seht selber:

An Tag 1 habe ich nach dem Feierabend und nach dem Abgeben vom kleinen Auto in der Werkstatt zu Durchsicht und TÜV den Taschenrechner gezückt und im Rezept wegen der Mengen ein bissel herumgerechnet. Ich habe alles auf 2/3 des Originalrezeptes reduziert und das Poolish angesetzt, also 30 g Mehl, 30 g Wasser und eine Messerspitze Trockenhefe verrührt und einfach stehenlassen.

An Tag 2 werden 350 g Weizenmehl und 240 g Wasser in der großen Schüssel zusammengerührt und bleiben dann zugedeckt ca. 1 Stunde stehen. Nach der Stunde werden der Poolish, 7 g Salz, 6 g Trockenhefe und 20 g Wasser dazugegeben und verknetet. Anschließend braucht der Teig irgendwie viel Zuwendung, es folgt die „Stretch and Fold-Phase“, alle Viertelstunde wird der Teig gestreckt und gefaltet und wartet ansonsten unter einem Tuch. Bei mir waren es nicht immer genau 15 Minuten, da ich zwischendurch telefonieren und auch andere Sachen fertigkriegen musste. Klappt aber ganz gut so nebenbei. Ist das geschafft, geht es für den Teig in die Schüssel mit Deckel und dann in den Kühlschrank. Ich fand den Teig sehr aktiv, zum Glück hat meine Schüssel einen Verschluss, so dass er sich nicht noch den Kühlschrank angesehen hat.

An Tag 3 quieken wir beim Herausholen aus dem Kühlschrank, denn die Schüssel ist wirklich voll bis obenhin. Wir locken ihn vorsichtig auf die bemehlte Arbeitsfläche, teilen ihn und bugsieren ihn vorsichtig aufs Backblech. Dort bleibt er für 2 Stunden zugedeckt stehen.

Das passiert alles ganz gaaaanz früh, denn der Ingenieur nimmt mich bis zum Autohaus mit, damit ich kleines Auto wieder abholen kann. Hat alles gut geklappt und ich bin sogar ohne Stau schneller wieder im Homeoffice als der Ingenieur im Werk. Jetzt flott in den Call einwählen und dann gucken wir mal nach dem Teig. Nach 2 Stunden sieht das dann so aus.

Jetzt aber, Backofen aufheizen auf 245°C und dann hinein mit dem Blech. Da wir Dampf brauchen, habe ich mit der Blumenspritze den Boden des Ofens angesprüht. Nach 15 Minuten kurz den Dampf aus dem Ofen lassen, die Temperatur auf 230°C reduzieren und noch einmal 15 Minuten backen.

Da uns die Ciabatta gut geschmeckt haben, aber die Optik wieder mal grenzwertig war (die waren beim letzten mal schon so platt, irgendwas mit Pantoffeln) hatte ich schon Pläne im Kopf. Hinzu kam, dass wir am Abend ungeplant Besuch hatten und so alle verfügbaren Brotvorräte aufgefuttert worden sind. Blieb mir also gar nichts anderes übrig, als noch einmal zu starten. Diesmal habe ich die Teiglinge kleiner gemacht und in die Muffinform rutschen lassen. Außerdem habe ich statt die Blumenspritze zu nutzen diesmal zwei Eiswürfel unten in den Ofen geworfen. Geht auch, außer dass ich mir beim Herausnehmen der Eiswürfel aus der Folie die Hand angeschrammt habe. Wusstet ihr, dass die im Ofen regelrecht explodieren? Physik ist schon großartig. Aber siehe da, nicht so platt, aber genauso lecker und vom Ingenieur als cannonball betitelt.

Und weil ich das immer so spannend finde, gucken wir mal, was die anderen Bäckerinnen so gemacht haben. Falls Links fehlen, werden die noch eingefügt.

21 Gedanken zu “Ciabatta Brötchen – Synchronbacken im Juli

  1. Ich finde die ersten sehen auch sehr gut aus. Wenn man die hier beim Bäcker kauft, haben sie genau die Form, sind aber meisten bleich. Deine sehen leckerer aus. Das ist so ein Rezept, das ich im Winter ausprobieren werde, genau wie dein rustikales Brot. 😉

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      1. Das rustikale Brot habe ich ja schon mal gemacht, wurde nicht so toll wie deines, schmeckte aber sehr gut, was ja die Hauptsache ist. Aber wir sind jetzt zu viel unterwegs, so dass Projekte über mehrere Tage im Moment für uns nicht geeignet sind.

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