Polentabrot

Urlaub ist bei uns auch immer Kücheninspiration. Da ist und ißt man mal woanders und lernt andere Geschmäcker kennen. Da Verreisen derzeit nicht möglich ist, reisen wir eben durch die Koch- und Backbücher. Heute gibt es mal ein gelbes Brot, es sieht doch wirklich zu putzig aus. Los geht es.

In einem Topf werden 30 g Polenta und 12 g Salz mit 150 g kochendem Wasser aufgegossen und das ganze kocht jetzt eine Weile vor sich hin. Runter vom Herd und beiseite stellen und wir trinken erst einmal einen Tee. In Ruhe! Anschließend werden 300 g kaltes Wasser dazugegeben und alles wird gut verrührt. Sieht seltsam aus, aber ok.

In die große Schüssel der Küchenmaschine kommen nun 500 g Weizenmehl (550er), 170 g Maismehl und ein Beutel Trockenhefe (7g) sowie die gelbe Matsche aus dem Topf. Alles gut und lange verkneten und dann mit Tuch drüber über Nacht (12 Stunden) gehen lassen.

Am nächsten Tag habe ich den Teigklops aus der Schüssel* auf ein gefettetes Blech gekippt, plattgedrückt und dann von den Seiten her gefaltet, eine halbe Stunde gewartet und wird noch einmal gefaltet. Nach einer weiteren halben Stunde kommt der Teig auf eine Mischung aus Polenta und Weizengrieß auf die Arbeitsplatte und wird rundgeformt, das ging erstaunlich einfach. Wieder Tuch drüber und 2 Stunden gehen lassen. In der Zeit habe ich das Schneetreiben draußen angeguckt. „Schnei im Mai“** – kann doch nicht wahr sein.

Jetzt heizen wir mal Ofen und Topf und Deckel auf 250°C und wer mag kann noch an dem Brot rumschnitzen. Ist alles gut heiß, kurz Deckel lüpfen (Topflappen!!!) und Teig in den Topf rutschen lassen, ich hab noch einen Schwaden draufgesprüht und dann Topf wieder zu und den Ofen auf 230°C runterdrehen. Gebacken wird 30 Minuten mit und dann noch einmal 15 Minuten ohne Deckel.

Das Brot ist leider sehr kompakt; schmeckt aber zu Marmelade und zu Käse, auch nur mit Butter. Bemängelt wurde hier vom Ingenieur (der ist hier für das Stullenabschneiden verantwortlich), dass ich es mit dem Grieß außenrum etwas zu gut gemeint hätte. Die ganze Chose krümelt dermaßen, dass er seiner anderen Aufgabe (Staubsaugen ist Männerarbeit) wohl auch noch nachgehen muss.

* wer schlau ist, macht die Schüssel gleich sauber, wer nicht so schlau ist, muss ziemlich schrubben.

** Reim vor Rechtschreibung

4 Gedanken zu “Polentabrot

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.