24 Minuten in Dresden

Unser letztes Wochenende war 24 Minuten zu lang. Also eigentlich nicht, aber dann doch. Wir waren in Dresden und das ganze Wochenende war super – inklusive An- und Abreise und Wetter. Nur eben 24 Minuten (netto) liefen so gar nicht.

Aber auf Anfang: wenn man sich den Wecker stellt, dann aber beide schon vorher wach sind, ist das ein gutes Zeichen. So haben wir in Ruhe gefrühstückt, einen Wanderkaffee und die kleine Tasche eingepackt und los ging es. Die Straßen waren noch schön leer, so dass wir beim ersten Stopp eine Punktlandung hatten. Einbiegen an der Mühle in Burg um 9:55 Uhr, geöffnet ist dort ab 10:00 Uhr und wir haben unseren Vorrat an Mehl usw. wieder aufgestockt.

Auch das Hauptziel Dresden war dann bald erreicht, Auto ins Hotel gebracht und wir und unser inzwischen gar nicht mehr so kleiner Hunger haben bei strahlendem Sonnenschein einen Spaziergang zur Yenidze unternommen.

 

 

 

Denn das, was da aussieht wie eine Moschee, war mal eine Zigarettenfabrik und beherbergt jetzt ein Restaurant und einen Biergarten. Unser alkoholfreies Weizenbier und ein wirklich gutes Mittagessen haben wir uns mit einem sehr guten Ausblick auf Dresden schmecken lassen. Damit war das mit dem kleinen Hunger auch erledigt. Von oben konnten wir auch schon unser nächstes Ziel erkennen, das Heinz-Steyer-Stadion. Was dort stattfinden sollte, war auch der Anlass für den Ausflug.

Kick-Off 15:00 Uhr für das königliche Duell zwischen den Potsdam Royals und den Dresden Monarchs. Das Anspielen des Brandenburgliedes* und die erste Hälfte waren für uns sehr gut auszuhalten, auch wenn wir auf der Südtribüne zwischen Fans der Monarchs (alle in Fantracht und etwas martialisch aussehend) geraten waren.

Mein Sitznachbar war die meiste Zeit  Bier holen usw., so dass das einigermaßen egal war. Nur die Quarzerei war ziemlich ärgerlich. Denn während im Luftschiffhafen schon wegen der Brandgefahr das Rauchen verboten ist, haben auf dort doch recht viele ihre Zigrädden** ausgepackt.

 

Jedenfalls ging es nach einem Rückstand zu Beginn deutlich erfreulicher weiter und zur Halbzeit hatten die Royals die Führung. Das 3. und 4. Quarter*** war für uns einfach nur doof, gestartet mit einer Interception gab es dann noch 4 Touchdowns für die Monarchs.

 

Einen ausführlichen (und deutlich qualifizierteren) Bericht gibt es hier, wir waren über die verhaltene Begeisterung der Monarchs-Fans um uns herum erstaunt. Zum Ende sind wir dann noch zu den anderen Potsdamern hinüber und haben die Mannschaft verabschiedet.

Für uns hieß es dann erst einmal zurück ins Hotel, Hals waschen und dann ab zu Freunden zum Abendessen und spät, spät in der Nacht zurück und ab ins Bett.

Geschlafen habe ich nicht besonders, dafür war das Frühstück sehr gut. Die zwei Tassen Kaffee haben dann auch ihren Job getan und so haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht: einmal Goldener Reiter (ohne Musik) und eine kleine Runde durch die Altstadt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das große Ziel für diesen Tag war das Panometer mit der Ausstellung „Dresden im Barock“ von Yadegar Asisi. Wir waren ja schon von Leipzig und Berlin beeindruckt. Der Blick auf das Leben im Barock war anders, aber auch sehr besonders. Neben einem Stadtbild, das auf den Bildern von Canaletto basiert, gibt es auch Szenen aus dem täglichen Leben der damaligen Zeit und Promis wie Bach, Böttger oder Casanova – alles inszeniert mit einem Tag- und Nachtwechsel (sogar mit Feuerwerk).

 

Wir waren mindestens eine „Woche“ allein im Panoramabild, vorher noch ausführlich in der Ausstellung. Danach gab es dann in einer Bäckerei erst einmal Kaffee und Kuchen (der Ingenieur musste ganz landestypisch die Eierschecke nehmen) und nach dem Mittagsschlaf vom besuchten Kind haben wir uns mit dem Kind und dessen Eltern auf Baustellentour begeben. Auch das war spannend und auch die Rückreise lief sehr gut.

Nach Dresden kommen wir ganz sicher ab und zu wieder. Schade, dass es so weit ist. Und auch schade, dass wir es an diesem Sonnabend nicht ins Stadion schaffen. Wir fiebern aber mit und hoffen auf ein besseres Ergebnis. Und bitte: keine Verletzten!

 

 

* Das Lied von R. Grebe sollte wohl eine Provokation sein. Was haben wir gelacht.

** Dialekt ist schon putzig, nu?!

*** ein Quarter dauert netto 12 Minuten, daher die 24, die gern hätten anders laufen können.

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