Katzenkissen als Nicht-Geschenk

Wir schenken uns ja nichts. Keine Ahnung, wann wir das beschlossen haben. Die Kinder meiner Schwester und das Kind des Bruders vom Ingenieur sind jetzt auch groß (und ich meine groß, ich bin jetzt mit meiner Mutti echt die Kleinste in der Familie) und bekommen nur etwas, wenn es einen Wunschzettel* gibt. Ansonsten wird es irgendwann ein Zuschuss zu „wasauchimmer“. Was ich aber sagen wollte, seit wir uns nichts mehr schenken, kriege ich von meiner Schwester gelegentlich gestrickte Socken (die Wolle der letzten habe ich bei unserem Ausflug gekauft) mit einer Karte „Warum auf Weihnachten warten, wenn du es dir auch vorher schön machen kannst?“ oder Gewürze mit lustigen Namen.

Und so habe ich mit warmen Socken an den Füßen gehäkelt und ein abgelegtes Shirt vom Ingenieur verwendet und dieses wunderbar grenzwertige Katzenkissen fabriziert. Die gehäkelte Vorderseite ist aus Altwolle hergestellt, daher die schrillen Farben. Und ja, in den Farben hatten wir mal Pullis – ich in pink und die Schwester in türkis. Mal sehen, ob sie sich daran erinnert. Das Katzenteil habe ich auf den Stoff aufgenäht und dann erst die Rückseite angebracht. Das Innenleben ist ein altes IKEA-Kopfkissen, zugenäht habe ich per Hand. Dazu gibt es das herrliche Buch „Der Habicht und der Hahn„, gekauft beim Lieblingsliteraturhändler.

Und ja, die Fotos sind wieder schlimm und ich war total auf das Gesicht und den Lachanfall** der Schwester gespannt. Gibt es bei euch auch solche „keine Geschenke“-Ausfälle?

* Jahrelang habe ich regelmäßig Stifte gekauft, die dünnen für das ältere Mädchen, die dickeren für das jüngere Mädchen und Nägel (ja) für den Jungen. Das kann man doof finden, aber gewünscht ist gewünscht.

** Lachanfall war sehenswert. Das Kissen ist schon eingeweiht und als sehr warm und kuschlig befunden.

4 Gedanken zu “Katzenkissen als Nicht-Geschenk

  1. Eine witzige Idee!
    Als ich so 20 wurde, einigten wir uns zuhause darüber, uns nicht mehr die grossen Geschenke zu kaufen, nur noch für den Nachzügler Bruder. Wir anderen schenkten uns Sachen, die verbraucht wurden, z. B. spezielle Schokolade, Likör oder Luxuskaffee, Dinge, die man sich sonst nicht unbedingt leistet, oder auch einmal eine besonders schöne Seife. Wir fanden, das war genug.

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