Steppdeckenkuchen – Hygge im Herbst

Als ich dem Ingenieur erklärte, dass ich noch Steppdeckenkuchen backen wollte, gab es erstmal Gelächter. Dass es sich um ein Blogevent handelt, war ihm klar. Vielmehr wollte er wissen, ob man (er) den unter der Steppdecke essen muss. Dazu kommen wir später. Auslöser waren diesmal Zorra Kochtopf und Kathrina Küchentraum und Purzelbaum und die beiden wünschten sich „Hygge & Cozy – Comfortfood für den Herbst„.

Tja, und da wir bei uns eine Apfelschwemme haben (selbsterbeutete, dann kam Besuch mit einem großen Beutel Äpfel vom Onkel und dann gab es noch eine doofe Aktion, bei der wir eine andere Wohnung aufräumen mussten und auch ein Apfelvorrat wegzuräumen war), stand ja Apfelkuchen sowas von fest.

Gestartet wird allerdings mit einer Quarkmasse, hierfür werden 500 g Quark***, 40 g Stärke, 60 g Zucker, etwas Vanillearoma und 1 Ei heftig verquirlt. Schmeckt? Prima. Dann stecken wir mal einen Frischhaltebeutel in eine Kanne und füllen die Masse da hinein. Das muss etwas warten.

Als nächstes wird eine kleine Mandarine** ausgepresst und der Saft kommt in die Schüssel. Dann schälen und schnippeln wir drei Äpfel und geben die Apfelschnippel in den Saft, so werden die nicht braun.

Jetzt geht es an den Teig, dazu werden vier Eier mit 150 g Zucker und einer Prise Salz so richtig lange aufgeschlagen, bis die Masse sehr hellgelb ist. Das dauert ca. fünf Minuten. Dort hinein geben wir 150 g Rapsöl und 130 g Milch und danach ca. 340 g Mehl mit 15 g Backpulver. Jetzt müssen wir sachte Rühren, sonst haut die Zentrifuuuiiiigalkraft alles aus der Schüssel und es staubt alles ein. Fast geschafft, wir müssen da nur noch die Apfelstücken unterrühren und dann kann der Teig aufs Backpapier gestrichen werden.

So nebenbei kann mal ein Backpapier aufs Blech und der Ofen wird angeschaltet – Ober- und Unterhitze auf 180°C.

Jetzt kommt der schwierige Teil, vom Frischhaltebeutel schneiden wir einen Zippel ab und ziehen mit der Quarkmasse Linien auf den Kuchen. Das wurde bei mir ziemlich seltsam, ich musste auch mehrmals die Linien nachziehen, aber egal.

Gebacken wird für 25 – 30 Minuten, das kann nach Optik entschieden werden. Der Kuchen kann dann unter einem Geschirrtuch (sauber, logisch) abkühlen und bekommt vor dem Essen noch etwas Puderzucker übergestäubt. Zusammen mit Kaffee und unter der Steppdecke lassen wir uns den Herbst so gefallen.

* bei mir Maisstärke, es gehen aber auch Kartoffelstärke oder Puddingpulver

** Zitrone geht auch, die kleine Mandarine ist bei irgendwas übriggeblieben und die Sorte ließ sich nicht gut schälen. Also Deckel ab und auspressen.

*** teilweise Frischkäse geht natürlich auch

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6 Gedanken zu “Steppdeckenkuchen – Hygge im Herbst

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