Orangenbrot

Die meisten meiner Backexperimente starten mit miesem Timing und schlechtem Wetter, so war es diesmal auch. Unser Bäcker hat schon seit langem nur noch von 7:00 bis 14:00 Uhr geöffnet. Morgens ist mir das zu spät, zumal sich da dann wirklich eine Schlange ums Haus ringelt. Und nach Feierabend ist schon geschlossen. Normalerweise stemple ich mich zwischendurch aus und husche vormittags dort vorbei, diesmal wechselten sich allerdings Telefonkonferenzen und wirkliches Mistwetter ab. Da ich eh schon unfit war, gibt es eben selbstgebackenes Brot, diesmal inspiriert vom Buch „Einfach Brote selber backen“ von Ulrike und Jutta Schneider. Ich musste die Zeiten ein bissel an den restlichen Terminkalender anpassen, hat aber ganz gut funktioniert.

Im 1. Schritt wird ein Brühstück aus 50 g Roggenvollkornmehl, 20 g Haferflocken und 100 g kochendem Wasser hergestellt – also einfach alles zusammen und umrühren.

Außerdem habe ich eine Orange geschält und das Fruchtfleisch im Smoothiemixer zu Püree verarbeitet. Das kann jetzt auch warten.

Gut 45 Minuten später kommt die Rührschüssel auf die Waage und hinein: 350 g Weizenvollkornmehl, 160 g Wasser, 10 g Hefe, 10 g Salz*, 20 g Olivenöl, 75 g Orangenpüree und das Brühstück. Das wird alles gut verknetet, in eine geölte Schüssel getan und dann mit einem Tuch abgedeckt. Ich nehme mir einen Kaffee und es geht wieder nach oben an den Computer.

Der Teig steht jetzt gute 90 Minuten unangetastet, wird dann vorsichtig gefaltet und kann noch einmal warten. Normalerweise sollte man alle 30 Minuten dehnen und falten. Das hätte aber sicher sehr komisch gewirkt, wenn ich zwischendurch mit der Begründung verschwunden wäre.

Zur Mittagspause habe ich etwas Haferflocken auf die Backmatte gegeben und den Teig darauf gegeben. Noch einmal von der Seite zur Mitte falten und dann mal fix den roten Topf in den Backofen und alles auf 250°C heizen. Der Teig wartet so lange zugedeckt und ich brate mir die Nudeln von gestern zum Mittag auf. Ist der Topf heiß, vorsichtig (Topflappen!!!) den Deckel runter, das Brot in den Topf geben, dabei die gefaltete Seite nach unten, die Haferflocken nach oben, Deckel wieder drauf (Topflappen) und den Timer auf 25 Minuten stellen. Dann kann der Deckel wieder runter (Topflappen!!!), die Temperatur wird auf 200°C runtergedreht und das Brot kriegt noch ein paar Minuten.

Getestet haben wir zum Abendbrot und siehe da – wirklich flauschig und gut, schmeckt aber nicht nach Orange.

* mehr wäre besser, mir war das etwas zu flach

4 Gedanken zu “Orangenbrot

  1. Liebe Ilka,
    dein Brot sieht mega lecker aus. Brühstück, Haferflocken und im Topf gebacken, das klingt nach einem super gelungenem Brot. Irgendwie fühle ich mich direkt inspiriert zu einem süßen Brot mit Orange und Rosinen.
    Lasst es euch gut gehen und liebe Grüße
    Sigrid

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..