Nußknacker – Synchronbacken im November

Wegenderaktuellensituation sind wir einigermaßen fertig. Der geplante Kurzurlaub nach Dresden mit Besuch der Semperoper fällt ins Wasser. Beherbergungsverbot in Sachsen. Es ist ganz großer Mist alles derzeit. Wir sind ziemlich am Boden, da kam therapeutisches Backen gerade Recht. Zorra hat beim Synchronbacken einen Nußknacker ausgesucht und ich musste dafür sogar in den Keller. Wie üblich habe ich die Menge reduziert und wie üblich passten ein paar Zutaten (es gab kein Roggenmehl mehr) nicht und wie üblich kam ich zwischendurch sehr ins Zweifeln. Ist aber alles gutgegangen.

Am Samstagabend ging es an die Vorbereitungen, hierzu habe ich in einer Tasse 50 g Roggenvollkornmehl, 60 g Wasser und 1 g frische Hefe in einer großen Tasse verrührt und hingestellt (=Anstellgut).

Ebenfalls am Samstagabend habe ich 50 g Rosinen in einem Glas mit etwas Wasser übergossen und neben die große Tasse gestellt.

Der dritte Streich am Samstagabend ist, 40 g Sonnenblumenkerne und 70 g Hasennusskerne in einer Pfanne anzurösten, dann mit 150 g Wasser zu begießen (mögt ihr das auch so sehr, wenn das so zischt und dampft)? und dann mit 100 g Weizenvollkornmehl und 55 g Roggenvollkornmehl sowie 5 g Salz gut zu verkneten. Huch, das sieht aus wie Fensterkitt (=Quellstück). Eieieieieiei. Egal, das kommt in den Kühlschrank und wir aufs Sofa. Am Samstagabend kommt auf ZDF München Mord, das ist sehenswert.

Sonntagmorgen und die Laune ist immer noch im Keller. Also weiter backen. Noch vor dem Frühstück kommt das Quellstück aus dem Kühlschrank, dann habe ich 5 g Hefe in 15 g Wasser aufgelöst und zu 50 g Weizenmehl gegeben. Dazu kommen die abgegossenen Rosinen und das Anstellgut sowie das Quellstück und jetzt kann das Maschinchen mal kneten, wir kriegen jetzt erstmal Kaffee – ganz in Ruhe.

So, der Teig wird jetzt in eine Kastenform umgefüllt. Leider sieht das immer noch wie Fensterkitt aus und fühlt sich auch so an. Egal, Oberfläche mit etwas Wasser glattstreicheln und unter einem Tuch auf der Heizung warten lassen. Übrigens als Tipp: wenn man sich während dieser Aktionen mal kurz eine Strähne aus dem Gesicht streicht, hat man nachhaltig was davon und kann sich den halben Tag Teigreste aus den Haaren friemeln. Nur falls euch langweilig ist.

Nach einer knappen Stunde wird der Backofen auf 230°C Umluft aufgeheizt, dann hinein mit der Form, die Dampfstoßfunktion*, Temperatur auf 200°C zurückstellen und dann 50 Minuten backen. Fertig.

Ach ja, in den Keller musste ich, weil ich natürlich des Ingenieurs Nußknacker für das Foto gebraucht habe. Er war aber der einzige, der schon aus der Weihnachtskiste rausdurfte. Gegessen haben wir das Brot bereits zum Abendessen und fanden es super. Sieht nicht mehr aus wie Fensterkitt und hat auch eine nette Farbe bekommen. Glück gehabt.

Und hier gucken wir mal, wie es bei den anderen Synchronbäckerinnen so gelaufen ist. Falls Links fehlen sollten, trage ich die nach.

zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft

Simone von zimtkringel

Tanja von Tanja’s „Süß & Herzhaft“

Nadja von Little Kitchen and more

Volker von Volkermampft

Petra von Obers trifft Sahne

Bettina von homemade & baked

Geri von Lecker mit Geri

Tina von Küchenmomente

*das Wort ist doch einfach zum Piepen

14 Gedanken zu “Nußknacker – Synchronbacken im November

  1. Liebe Ilka,
    Wir sind wieder Mal im Lockdown und ich muss meine Boutique wieder geschlossen halten. Ich hab daher schon das ganze Haus weihnachtlich dekoriert 🎄 Ich hoffe dass bald Mal ein Ende rausschaut, ich mag nimmer.
    Dein Nussknacker hört sich lecker an ich bin mir viel zu ungeduldig für sowas. Ich kaufe ja auch meine Weihnachtskekse bei einer ganz lieben Freundin.
    Ganz liebe sonnige Grüße
    Martina 🎄🎄

    Gefällt 1 Person

  2. Therapeutisches Backen…das praktiziere ich neuerdings auch. Allerdings aus anderen Gründen 😉 . Egal, Hauptsache es hilft – und schmeckt. Dein Nussknacker-Brot schmeckt garantiert so wie das ausschaut.
    Liebe Grüße
    Tina

    Gefällt 1 Person

  3. Liebe Ilka, ich war vor knapp zwei Wochen in Dresden, bevor die Hotels schließen mussten. Da wäre ich aber auch schon nicht mehr gefahren in Anbetracht der Situation, wenn es nicht ein versprochenes Wiedersehen mit meiner Mutter und der Flug lange gebucht gewesen wäre. Ist gut gegangen, Mist ist alles trotzdem. Habe meiner deutschen Lieblingsstadt heute einen Beitrag gewidmet.
    Das Nussbrot sieht lecker aus. Therapeutisches Backen finde ich auch eine gute Idee. Ich mache mich heute Abend aber erstmal an deine bunte Tomatenblätterteigpfanne.😃
    Liebe Grüße aus dem verregneten Norditalien. Anke

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