Dänische Fruchtschnitten (skandinavisch backen)

Dieses Internet ist wirklich großartig. Man bekommt lustige Ideen einfach so geliefert und lernt eine Menge. Auslöser war – wieder einmal – Zorra, die in diesem Monat gemeinsam mit Kathrin von „Sanddorn & Seegras“ das Blogevent „Skandinavisch backen“ ausgerufen hat. Der erste Gedanke war natürlich Zimtschnecken, aber nee. So einfach machen wir es uns nicht.

BannerBlog-Event CLXXX - Skandinavisch Backen (Einsendeschluss 15. November 2021)

Zuerst habe ich mal nachgeguckt und siehe da, es gibt sogar Unklarheiten, was denn nun alles zu Skandinavien gehört. Denn eigentlich ist Skandinavien der Teil Nordeuropas, der die Länder Norwegen, Schweden und Dänemark umfasst. Die Sprachfamilien gehören zusammen. Finnländisch ist eher mit der ungarischen Sprache verwandt. Aber wenn es um Kuchen geht, sind wir nicht so und zählen auch Finnland, Island und die Färöer dazu.

Ich habe mich an einem Nachbau von dänischen Himbeerschnitten (Hindbaersnitter) versucht, musst nur wegen des Fehlens der Himbeermarmelade auf mysteriöse Frucht* umsteigen. Das Rezept erinnert mich ein bissel an die Terrassenplätzchen, die meine Mutter im Advent mit uns gebacken hat.

Der Teig ist einfach, ich habe 400 g Mehl (Weizen und Dinkel), 1/2 TL Backpulver, 150 g Zucker, 1 Ei, 225 g Margarine mit der Küchenmaschine verknetet und anschließend in einer Schüssel und mit Teller abgedeckt im Kühlschrank geparkt.

Anschließend haben wir uns auf die Socken gemacht und sind erstmal durch Gelände, über die Mopke am Neuen Palais bis zum Wasser gelaufen. Dort gab es Pommes und Cola. Weiter ging es am Wasser entlang durch die Havelbucht, Zwischenstopp beim Bäcker in der Markthalle (Brötchen) über die Brandenburger Straße bis zum Platz der Einheit. Phew! Zurück ging es mit dem Bus und zuhause gab es Kaffee und belegte Brote.

Jetzt kann es mit dem Backen weitergehen, der Ingenieur kühlt derweil seinen Fuß. Der Teig wird zu einem großen Rechteck ausgerollt, halbiert und mit etwas kühnem Schwung auf Backpapier bzw. die Backmatte verfrachtet. Klüger ist wohl die Menge kleiner zu halten und den Teig gleich auf dem Backpapier auszurollen. Gebacken wird bei 180°C für ca. 17 Minuten. Dann nicht lang fackeln und eine Teigplatte mit Marmelade bestreichen und die andere obenaufgeben. Was sich hier so einfach anhört, hatte es in sich und klappte nur unter Zuhilfenahme einer dieser dünnen Servierplatten und mindestens einer dritten Hand. Auch hier siehe oben, Menge kleiner halten.

Jetzt erstmal kurz durchatmen, dann habe ich 150 g Zucker zu Puderzucker gemahlen und mit 2 EL Zitronensaft und 1 EL Wasser vermischt. dieser Guss kommt oben auf den Kuchen und dann habe ich mich mit Zuckerstreuseln ausgetobt. Anschließend wird die Kuchenplatte in kleine Stücken geschnitten.

Vermutlich ist es wirklich einfacher, den Teig vorher auszustechen. Und der Ingenieur bemängelte die Zuckerstreusel (dabei hat er gar nicht mitbekommen, wo die eigentlich überall waren, da ich die Küche inkl. Boden nach dem Backen gründlich gereinigt hatte. Nur soviel, die Tüte war schon offen und die Streuseldinger sind rund und klein. Also das kann man alles ändern, aber dann sind es eben keine Fruchtschnitten mehr. Ich fand die jedenfalls sehr gelungen und sehr ähnlich zu denen, die wir früherTM mal in Kopenhagen gegessen hatten. Zur Verkostung habe ich mich dann gleich mal durch eins der Fotoalben geblättert. Hach!

*ein Marmeladenglas, das meine Mutter mitgebracht hat. Das ist ein Glas von Weißwurstsenf und drinnen ist eine Marmelade, die eindeutig Blaubeeren enthält. Sehr fruchtig und lecker, nicht zu süß und nicht schnapsig

8 Gedanken zu “Dänische Fruchtschnitten (skandinavisch backen)

  1. Liebe Ilka!

    Wie großartig und „wie die Echten“ sind deine „Snitten“ – vielen Dank, dass du beim Blogevent dabei bist, soviel Wissen mitgebracht hast und dich das Thema auch noch zum Blättern in alten Fotos angeregt hat. Hach :-).

    Viele liebe Grüße, Deine Kathrin

    Gefällt 1 Person

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