Buttermilch-Kanten – Synchronbacken im August

Es gehört ja zum Synchronbacken dazu wie die der Kuchen zum Kaffee: bei mir wird es ein bissel hektisch und es passieren Dinge gleichzeitig. Im August gehörte dazu, dass wir am Samstag aus dem Urlaub zurückkamen, aber auch das Stadion nach uns rief. Noch dazu war es „auf dem Meer“ mit dem Internet etwas dünne. An das Rezept, das Zorra für uns ausgesucht hat kam ich also erst am letzten Urlaubstag auf der Rücktour von einem Ausflug dank W-LAN im Bus. Während andere fix ihre Mails checkten, habe ich gespickt, ob noch etwas mit auf den Einkaufszettel muss. Dass der Ingenieur darüber feixte, habe ich gepflegt ignoriert. Und richtig, Buttermilch hätte der Kühlschrank nicht hergegeben.

Es hat dann alles prima geklappt: geruhsames Frühstücken im EAST-Restaurant, kurzes Ausruhen, dann Auschecken und mit dem Shuttle zum Parkhaus. Sogar die Rückfahrt war entspannt, wir haben die Autobahn in Spandau verlassen und uns nicht in den Stau gestellt, dafür einen Einkaufsstopp eingelegt. Wir hatten sogar noch Zeit, die Koffer auszupacken und die erste Waschmaschine zu starten, bevor es ins KarLi ging.

Dort mussten wir leider sehen, dass die Royals diesmal nicht gewinnen konnten, aber die Saison ist noch nicht zu Ende, aber es geht schon mal sicher in die Playoffs. Übrigens war diesmal auch die Möglichkeit vorhanden, sich impfen zu lassen. Uns freute das sehr, auch wenn wir dank unserer Betriebsärzte schon versorgt waren. Außerdem werden Test- bzw. Impfnachweise akribisch kontrolliert, was ein bissel Zeit kostet, aber sehr dazugehört. Für mehr gibt es den Spielbericht und ihr könnt auch gern hier und hier gucken.

Jetzt aber genug gequatscht, wir sind wegen des Backens hier. Also!

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Zuhause habe ich dann die Zutaten zusammengestellt, das Rezept etwas heruntergerechnet und losgelegt. In der Rührschüssel habe ich 300 g Dinkelmehl 630*, 75 g Roggenmehl 1150, je 15 g Mohn, Sesam und Goldleinsaat sowie 8 g Salz vermischt. Oben hinein habe ich eine Kuhle gemacht und dort 300 g lauwarme Buttermilch hineingegossen. Jetzt noch eine Messerspitze Trockenhefe, 15 g Butter hineinrühren und dann wird alles gut verknetet. Der Teig ist etwas flutschig, das scheint aber ok. Tuch drüber und jetzt gibt es die Haloumi-Döner**, die der Ingenieur inzwischen besorgt hat.

Der Teig geht über Nacht, wir schlafen aus und nach dem Kaffee geht es an die Fertigstellung. Ich habe etwas Mehl und Grieß auf die Arbeitsplatte gegeben und den Teig dort zu einem Viereck*** geformt. Mit dem Teigschaber habe ich neun Vierecke abgestochen und auf die Backmatte verfrachtet. Dort ruhen die noch einmal eine Stunde unter dem Tuch, bevor ich den Backofen vorheize – 250°C sind gewünscht. Wir wuseln in der Zeit umher, Waschmaschine beladen, Blumen gießen, Regenrinne von Krams befreien****

Jetzt aber – Brötchendingers mit dem schärfsten Messer des Haushaltes diagonal einschneiden und habe ich aus Quatsch ein paar der Kanten noch mit Wasser bepinselt und auch mit den Körnchen bekrümelt. Das hat gut geklappt.

Nach dem Reinschieben hatte ich kurz Verwirrung. Der neue Backofen macht Dampf nur bis 240°C – vor dem Reinschieben muss die Temperatur also wieder heruntergedreht werden. Ab dann ist das totaler Luxus, keinen Topf unten reinstellen und keine Blumenspritze nötig, einfach Kartusche voll Wasser füllen und Dampfunterstützung einschalten. Gebacken wird ca. 18 Minuten, danach sieht das so aus und ist noch sehr heiß.

Ich kann sagen, das hat prima funktioniert. Für ganz früh hätte ich etwas fixer sein müssen, aber die schmeckten sehr gut zum Abendessen und auch am Folgetag noch. Nur die restliche Buttermilch muss ich noch austrinken, die lungert noch im Kühlschrank herum. Danke an Zorra für die Organisation und Stefanie für das Rezept.

Ach ja, die Beiträge der anderen Bäckerinnen sind hier, falls Links fehlen, trage ich die noch nach.

Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf

Birgit von Birgit D

Geri von Lecker mit Geri

Simone von zimtkringel

Birgit M. von Backen mit Leidenschaft

Sylvia von Brotwein

Manuela von Vive la réduction!

Tanja von Tanjas Süss & Herzhaft

Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum

* im Original Weizenmehl 550

** auf Kochen hatte ich dann doch noch keine Lust

*** soweit man Teig zu echten Ecken formen kann.

**** nervt ein bissel, das sind Lerchennadeln und -ästchen aus der Nachbarschaft. Uns ist aber bis auf die Körbe über dem Abfluss noch nichts vernünftiges eingefallen.

19 Gedanken zu “Buttermilch-Kanten – Synchronbacken im August

  1. statt zwölf nur neun aus der teigmenge zu machen, war definitiv eine gute entscheidung. steht für den nächsten versuch hier auch auf dem plan.
    für den geringen aufwand fand ich die sehr gelungen. werde ich definitiv nochmal machen. und vielleicht auch mal ein paar körner oben druf. sieht so verlockend aus bei dir =)

    Gefällt 1 Person

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