Solothurner Brot – Synchronbacken im April

Dieses mal dachte ich ja fast, ich müsste beim Synchronbacken von Zorra aussetzen. Wenn ich ehrlich bin, war ich ganz schön Matsch und außerdem hatte sich für das Wochenende meine Schwester angesagt und anders als eine Kellerbaustelle kann und will ich meine Schwester nicht einfach so stehen lassen.

Wir haben dann aber für Sonnabend geplant – vor allem wegen der besseren Wetteraussichten – dass wir mit Thermoskanne und Keksen einen richtig langen Spaziergang gemacht haben. Wir sind quasi einmal um Potsdam herumgelaufen und waren auf der BUGA am Wasserspielplatz, sind an der Meierei und Cecilienhof vorbei, haben an der Muschelgrotte ein Minipicknick am Wasser gemacht, ich habe an der Schwanenallee geschaukelt (wenn die Schaukel frei ist, muss man schaukeln, so will es das Gesetz), haben die Glienicker Brücke angesehen, sind durchs Holländerviertel und die Brandenburger Straße spaziert und dann über Sanssouci und mit einem Abstecher zum Bäcker (Marzipan- und Himbeertorte) wieder nach hause gegangen. 14 km. Das reichte dann auch. Der Ingenieur war froh, dass er diesmal nicht mitgehen musste. Fotos von uns gibt es nicht, nur von dieser wilden Hummel.

Abends habe ich dann den Vorteig für das Solothurner Brot angesetzt, einen „Schlamm“ aus 80 g Weizenmehl 1050, 80 g Wasser (lauwarm) und einer Messerspitze Trockenhefe.

Am nächsten Morgen zwickt mir etwas die Hüfte, aber nicht schlimm. Dem Teig ging es auch gut. Verknetet werden jetzt 470 g Mehl 1050, 350 g Wasser, der Rest aus dem Hefetütchen, 11 g Salz und der Vorteig von gestern. Der Teig ist ziemlich flutschig, das muss wohl so. Nun kommt etwas Fett auf die Fettpfanne und der Teig wird dort draufgelockt und kann erst einmal ruhen.

Nach einer guten halben Stunde habe ich ihn mit der Backkarte von jeder Seite gefaltet, dann wieder ruhen lassen und nach einer guten halben Stunde nochmal.

Nach einer weiteren halben Stunde habe ich den Teig auf eine gute Schicht Hartweizengrieß gekippt (das ist ein Tipp der Mutter des Freundes der kleinen Tochter der Schwester) und darin vorsichtig gewendet und geschliffen und länglich geformt. Schlauer ist übrigens, den Teig gleich auf die Matte zu packen und den Zwischenschritt mit der Arbeitsplatte auszulassen, dann muss man weniger putzen, der Umzug auf die Matte hat mächtig gekrümelt.

Der Teig ruht noch einmal gute 20 Minuten, dann habe ich den Backofen so richtig aufgeheizt und die Pfanne mit dem dicken Boden darin platziert. Eigentlich nimmt man einen Backstein, den haben wir nicht. Bei der Gelegenheit haben wir auch gleich getestet, ob der Backofen oder das alte Backthermometer defekt sind.

Zum Glück war es nur das Thermometer. Ist der Ofen heiß, wird der Teig in die heiße Pfanne verfrachtet (ich habe von der Plastikmatte schliddern lassen) und bäckt 20 Minuten. Dann wird die Hitze auf 180°C runtergedreht und bäckt noch weitere 30 Minuten. Ich habe gleich noch etwas Alufolie aufs Brot gelegt, weil es wirklich sehr dunkel war.

Nach den 30 Minuten kommt alles mit Topflappen aus dem Ofen und muss etwas abkühlen. Wir nutzen die Regenpause und machen einen kleinen Spaziergang (nach gestern britzeln mir doch etwas die Fußsohlen). Dann wird angeschnitten und – tadda – es sieht großartig aus.

So, und jetzt gucken wir mal, was die anderen Bäckerinnen so fabriziert haben. Falls Links fehlen, reiche ich die nach.

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Und weil Wochenende ist, verlinke ich mit Gartenwonne und freue mich an den Frühblühern.

21 Gedanken zu “Solothurner Brot – Synchronbacken im April

  1. Hallo Ilka,
    dein Brot ist ja klasse geworden! Meine kleine Schwester hat bis vor einem Jahr in Potsdam gewohnt, daher kenne ich viele Plätze eures „kleinen Spazierganges“. Eine wunderschöne Runde habt ihr da gedreht.
    Bis zum nächsten Synchronbacken dann 🙂 .
    Liebe Grüße
    Tina

    Gefällt 1 Person

  2. Oh, Du bist aus Potsdam? Wir haben vor Urzeiten während einer Woche in Berlin mal einen Abstecher gemacht und fanden es damals wunderschön dort. Leider hat es geregnet, aber Sanssoucis, das Holländerviertel und Euer Branendburger Tor sind mir in guter Erinnerung geblieben.

    Dein Brot ist super geworden, wie eigentlich bei allen Mitbäcker*innen auch. Und ich könnte mir bei jedem/jeder ein Stück Brot vom Bildschirm klauen. 😉

    Liebe Grüße
    Britta

    Gefällt 1 Person

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