Woll Roll Bread – Synchronbacken im März

Synchronbacken hat Tradition. Und auch, dass es eine Baustellenedition wird, ist bei mir nichts neues, das hatten wir im Mai ja schon. Diesmal in der Kellerbaustellenvariante – unser Waschkeller hat jetzt Farbe an der Wand und einen Vinylfussboden mit Klickvinyl* und wir haben Baustellenmuskelkater. Zum Glück haben Zorra und Sandra wieder ein Rezept ausgewählt, dass sich das mit den ganzen Gehzeiten gut machen lässt.

Der Samstag war einfach, nachdem alles ausgeräumt und geputzt und gestrichen ist, haben auch wir uns geputzt und dann habe ich 3 g Hefe in 80 ml lauwarmer Milch und einer Prise Zucker verrührt. Jetzt erst einmal Abendessen. Anschließend werden 300 g Mehl, 5 g Salz, 50 g Zucker, 1 Ei, 100 g Schlagsahne und die Hefematsche gut verknetet. Bei mir war das etwas zu flutschig, darum habe ich noch etwas Mehl zugegeben. Tuch drüber und gute Nacht.

Am nächsten Morgen habe ich beim Frühstückmachen so nebenbei den Teig aus der Schüssel gelockt, mehrmals gefaltet und zur Kugel geformt und auf etwas Mehl auf der Backmatte geparkt. Wieder Tuch drüber und für mich heißt es ab in den Keller.

Eine gute Stunde später ist Kaffeepäuschen, in der kann ich auch gleich den Teig in 5 Stücke teilen, die falten und zu Kugeln formen und – Überraschung – wieder Tuch drüber und für mich heißt es ab in den Keller.

Eine gute Stunde später verdrücke ich mich mal kurz. Jetzt wird das Backpapier in die Form gespannt und der Rand wird mit Butter (oder wie hier Rama flüssig) eingepinselt. Die Teigröllchen werden nun oval ausgerollt, die eine Hälfte wird wie ein Kamm mit dem Teigschaber geteilt, auf die andere Hälfte habe ich jeweils einen dicken Klecks der Marmelade aus Roter Beete und Apfel gegeben. Jetzt vorsichtig von der Marmeladenseite aufrollen und in die Backform bugsieren, die Kammseite nach oben. Das machen wir mit allen fünf Teigportionen. Zwischendurch tauchte auch der Ingenieur mal auf, der das Gefrickel mindestens so kompliziert fand wie das Zuschneiden der Vinylplatten. Weiter geht es mit – Überraschung – Tuch drüber und für mich heißt es ab in den Keller.

Eine Stunde später – wir sind im Keller fast auf der Zielgeraden, müssen aber dringend erst mal was essen, wird der Backofen auf 170°C aufgeheizt, der Kuchen wird mit einer Mischung aus verklackertem Ei und Sahne bestrichen und dann wird alles für ca. 25 Minuten gebacken. Spätestens hier wird klar, dass die Füllung nicht nur im Teig bleiben wird.

Wie zu erwarten ist bei mir die Füllung etwas ausgelaufen, so dass ich fix auch noch den Backofen putzen musste. Ein Wollknäuel ist das nicht geworden, aber dafür ein wirklich guter gefüllter Hefekuchen mit einer interessanten Optik.

Und einfach, weil Wochenende ist, verlinke ich mit dem Fachwerkhaus im Grünen Gartenwonne

So, und jetzt gucken wir mal, wie das bei den anderen Bäcker:innen geworden ist. Falls die Liste unvollständig ist, die wird ergänzt.

Zorra von 1x umrühren bitte aka Kochtopf, Caroline von Linal’s Backhimmel | Johanna von Dinkelliebe | Backblog Foodblog Genussblog | Britta von Backmaedchen 1967 | Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum | Sarah von Kinder, kommt essen! | Birgit von Birgit D | Tina von Küchenmomente | Simone von zimtkringel | Martha von Bunte Küchenabenteuer | Bettina von homemade & baked | Tamara von Cakes, Cookies and more | Nora von Haferflocke | Ilka von Was machst du eigentlich so?! | Conny von Mein wunderbares Chaos | Katja von Kaffeebohne | Tanja von Tanja’s „Süß & Herzhaft“ | Volker von Volkermampft | Birgit M. von Backen mit Leidenschaft | Geri von Lecker mit Geri | Yvonne von Yvonne kocht | Petra von Genusswerke | Manuela von Vive la Réduction! | Dagmar von Dagmars brotecke

* und ich darf jedem, der sagt „ist ja NUR Klick, das ist einfach und geht schnell“ auch im Namen des Ingenieurs mal heftig einen Vogel zeigen.

36 Gedanken zu “Woll Roll Bread – Synchronbacken im März

  1. Hallo Ilka,
    also mit dem Klickvinyl habe ich auch schon so meine Erfahrung in der Wohnung meines Sohnes gemacht…unter einfach und schnell verstehe ich jedenfalls auch etwas anderes.
    Das mit der Füllung bei deinem Wollknäuel ist zwar schade für die Optik, aber bestimmt super vom Geschmack, denn oft schmeckt man die Füllungen ja kaum raus.
    Liebe Grüße und weiterhin gutes Gelingen auf der Baustelle
    Tina

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    1. Oh ja, dass es nicht ganz so einfach wird, dachten wir schon. Was nervt sind dann immer die „fachkundigen“ Kommentare von Leuten, die nicht mal einen Nagel in die Wand bekommen.
      Der Kuchen war eigentlich sehr ok, das mit der Optik… nun ja. Dafür war er wirklich bis Mittwoch gut essbar. Das wird wiederholt 🙂
      LG Ilka

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  2. Hallo Ilka,
    bei uns ist auch dauernd Baustelle, aber im Gegenteil zu Dir, habe ich da selten Lust auch noch in der Küche aktiv zu werden. Wenn alles nach Plan geht, dann geht es bei uns nach Ostern wieder los. Falls die Fliesen bis dahin geliefert werden…
    Schade, dass die Füllung etwas aufgelaufen ist, denn sonst sieht das Wollknäuel super aus.
    Liebe Grüße
    Katja

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    1. Haha, noch so eine Dauerbaustelle 🙂
      In der Kombi mag ich das aber ganz gern, ein Hefeteig ist auch der Grund, sich ab und an davonzuschleichen.
      Für deine Fliesen drücke ich die Daumen. Wir haben ja auch so lange gewartet, bis dann mal die Baumärkte wieder offen waren.
      LG Ilka

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  3. Hallo Ilka, ui da hast du ja ein turbolentes Wochenende gehabt. Wahnsinn das du da noch Lust gehabt hast dich in die Küche zu stellen. Auch wenn du mit der Optik nicht so zufrieden bist, hauptsache es hat geschmeckt, ich würde auf jeden Fall sofort ein Stückchen davon nehmen.
    Liebe Grüße
    Britta

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  4. Liebe Ilka,
    ich argumentiere ja immer, dass lange Teigruhe beim Synchronbacken immer auch heißt, dass ich mir zwischendurch ein Päuschen gönnen darf, aber dass Du Dir zwischendurch Baustelle „gönnst“: Respekt! Ich finde das mit der ausgelaufenen Füllung nicht so schlimm wie eine Füllung, die man gar nicht schmeckt, weil quasi nicht vorhanden. Aber Backofen putzen ist doof.
    Herzlichst, Conny

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