Kartoffel-Rosenkohl-Abendessen

An diesem Essen hatten Personen Anteil, die sich gar nicht kennen (können). Klingt komisch, ist aber so. Der erste ist Friedrich der Große (hier auch bekannt als F zwo). Einem Mythos nach hat er die Kartoffel nach Preussen gebracht. Das stimmt zwar nicht so ganz, klingt aber gut (schon der Begriff Kartoffelbefehl ist strange) und so bringen immer noch Menschen Kartoffel zu seinem Grab. Wir haben die natürlich nicht eingesammelt, sondern eigene gekauft. Ihr könnt hier sehen, dass es sich zu allen Jahreszeiten lohnt, nach Sanssouci zu kommen. Als ich fotografiert habe, sind auch echte Touristen auf das Grab aufmerksam geworden und haben überlegt, ob es sich mit den Kartoffeln um Opfergaben handelt und was das für ein absurder Brauch wäre.

Die zweite Person ist Sigrid, aka Madam Rote Rübe, die ein Rezept veröffentlich hat, das ich einfach nachgebaut habe. Und ganz nebenbei hat sie ein sußersüßes Logo und viele gute Rezeptideen.

Die dritte Person ist der Ingenieur, der vor kurzem einen Beutel Rosenkohl gekauft hat. Leider hatte er sich nichts genaues überlegt, sondern vielmehr gehofft, dass ich schon etwas finden werde.

Jetzt aber los, sonst gibt es hier nie etwas zu essen. Zuerst schälen wir mal gut 500 g Kartoffeln und schneiden die in Würfel. Ab damit in eine Schüssel, etwas Olivenöl und Salz dazu und durchrühren. Nebenbei habe ich ein Blatt Backpapier zerknurkelt, in der Fettpfanne des Backofens ausgebreitet und den Backofen auf 200°C Umluft eingeschaltet. Kartoffeln aus Backpapier und ab in den Ofen damit.

Als nächstes werden ca. 750 g Rosenkohl* geputzt und die Röschen halbiert. Dazu kommen 2 Knoblauchzehen, die ich in minikleine Stücke geschnitten habe. Zu den Rosenkohlhälften kommt noch eine Marinade aus 2 EL Olivenöl, 2 EL Honig**, etwas Sojasauce, Salz und Pfeffer. Umrühren und dann können die Rosenköhler auch schon zu den Kartoffeln in den Backofen.

Nach 10 Minuten kommt ein Weichkäse dazu. Den habe ich sicherheitshalber in eine kleine Auflaufform gesteckt. Nach weiteren 10 Minuten habe ich eine Handvoll zerkleinerte Walnüsse und 5 kleingeschnittene Feigen zum Gemüse geworfen und der Ingenieur musste den Käse oben einschneiden. Das bäckt nun alles zusammen noch einmal 10 bis 15 Minuten, in denen man prima den Tisch decken und die Küche aufräumen kann.

Wir haben die Käse-Auflaufform auf einem Untersetzer platziert und das Gemüse samt Backpapier in eine große Schüssel gestellt. Am Tisch bedient sich jeder selbst, es war dermaßen lecker, dass wir anschließend nur noch unsere Bäuche gestreichelt haben. Wenn ihr nach Potsdam kommt, bringt ruhig eine Kartoffel mit, dann seid ihr voll im Trend. Und wer das Essen nachbaut, winkt der Madam Rote Rübe.

*eine kleine Tüte, könnte auch 1 kg gewesen sein.

** der Rest aus dem Glas, kurz in der Microwelle verflüssigt


3 Gedanken zu “Kartoffel-Rosenkohl-Abendessen

  1. Den Kartoffelbefehl kannte ich nicht, wir sind ihm aber, so erinnere ich mich, in Preußen streng gefolgt 😉 Jetzt, im Pastaland, esse ich weniger Kartoffeln, aber wenn dann, umso lieber und in nostalgischen Erinnerungen schwelgend.😎
    Das Rezept klingt gut, man sollte aber guten Hunger haben, was?

    Gefällt 1 Person

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