Apfelessig

Vor kurzem habe ich den Ingenieur zum Feierabend noch zu einem Spaziergang genötigt. Er meinte zwar zwischendurch, das wäre eine Wanderung, aber stimmt gar nicht. Wanderung ist das nur mit Einkehr. Vielmehr waren wir kurz beim Bäcker und mussten einen Schlenker laufen, da ich in der Nachbarschaft noch ein Beutelchen Äpfel besorgen und die fürchterliche Baustelle besichtigen wollte. Da war die ganze Straße weg, woanders werden wenigstens nur die Bürgersteige hochgeklappt.

Die Äpfel waren u.a. für Apfelessig geplant, etwas dass ich schon seit ewig probieren wollte. Dafür habe ich ca. 360 g Apfelstückchen geschnippelt, das war bei denen ziemlich Arbeit, da alle braunen Stellen und die Madenzuhause rausgeschnitten werden müssen. Die werden noch einmal abgespült und in ein ganz sauberes Glas* gesteckt. Dazu kommen 1 EL Zucker und 550 g kaltes Wasser. Mit einem Tuch abdecken und stehen lassen.

An Tag 1 habe ich alles vorsichtig umgerührt. Das Wasser prickelt leicht und schmeckt apfelig**, wiederholt wird die Prozedur auch an den Folgetagen. Wenn man guckt, sieht das so aus.

Nach so gut einer Woche wird die Flüssigkeit durch Sieb in eine Kanne gegossen. Gut ist, man guckt vorher mal, dass die Kanne groß genug ist. Ich sag ja nur.

Ist das alles gut abgetropft, kommt die Matschepampe in die Biotonne und der Essigansatz wird in Flaschen abgefüllt und reift noch eine ganze Weile vor sich hin. Das habe ich glatt vergessen zu fotografieren. In den Flaschen setzt sich nach einiger Zeit etwas ab. Ich hab aber immer mal an dem Ansatz gerochen und ihn auch gekostet – alles prima. Darum habe ich nun ein sauberes Taschentuch, das nochmal ohne Waschmittel ausgespült wurde, über die Kanne geklemmt und den Ansatz dort durchgefiltert.

Das war es dann auch schon fast, das Taschentuch wird ausgespült und kommt in die Wäsche und der Essig wird in die Flasche abgefüllt.

Beschriftet habe ich die Flasche natürlich dann doch noch, nicht dass das mit dem Ingwer-Shot im Kühlschrank unübersichtlich wird.

Ach ja, seit gestern ist das Voting für das Blogevent Soulfood offen – guckt doch mal, was die Blogger:innen so gekocht und gebacken haben und lasst ein paar Herzen da 🙂 Von mir ist die Möhrensuppe





*kochendes Wasser rein, vorsichtig ausgießen und Glas abkühlen lassen.
** ihr hättet das doch auch gekostet, oder?

5 Gedanken zu “Apfelessig

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