Grafenbrot mit Apfel und Zwiebel

Vor kurzem gab es bei unserem Bäcker Brot mit Grafschafter Goldsaft*, Apfel und Walnuss – oder vielmehr es gab das Brot nicht, ratzeputz ausverkauft. Wir haben dann anderes Brot genommen, aber der Ingenieur guckte irgendwie so traurig. Hachz. Und weil ich das nicht aushalten kann, habe ich ein paar Tage später losgelegt. Gleich ganz morgens, am Wochenende, nach dem Pyjamafrühstück.

In die große Rührschüssel kommen 100 g Weizenmehl, 100 g Weizendunst, 300 g Dinkelmehl und 1 TL Salz.

In eine kleinere Schüssel kommen 250 g Buttermilch und 85 g warmes Wasser und werden etwas angewärmt. Handwarm, also nicht meine kalten Hände sondern ungefähr so warm wie die vom Ingenieur. Hierzu rühren wir ca. 2 EL Rübensirup. Ich habe es dabei geschafft, mir grandios das Nachthemd (s.o.) zu bekleckern. Und wie ich später feststellte, die Küchenfront auch. Tja.  Das muss jetzt kurz mal so bleiben. und wartet vor sich hin.

Wir schnippeln dann mal 1/2 rote Zwiebel und braten die an. Nach und nach habe ich dazu auch einen Apfel geschnippelt. Das brutzelt ein bissel, kann dann vom Herd und muss abkühlen. Das ist die Gelegenheit, das bekleckerte Nachthemd in die Wäsche zu werfen, zu duschen, sich anzuziehen und die Küchenfronten zu putzen. Wenigstens so, dass die anderen Sachen nicht auch gleich beschmiert werden.

Geschafft? Dann jetzt alles zusammenrühren, so richtig durchkneten und kneten und kneten (macht bei uns die Maschine) und dann die Schüssel mit Tuch drüber auf die Heizung zum Ausruhen stellen. Wir räumen in der Zeit ein bissel auf, trinken ganz in Ruhe noch einen Kaffee und lesen noch ein bissel das Internet leer.

So, jetzt aber – alles noch mal durchkneten und wieder Tuch drüber, dann Schuhe anziehen und ab auf einen ordentlichen Spaziergang (unserer war so ordentlich, dass wir unterwegs einkehren mussten. Es wurde Käsekuchen im Holländerviertel. Die Rückfahrt haben mir mit dem Bus erledigt).

Beim Heimkommen war der Brotteig gerade noch so in der Schüssel, außerdem roch das ganze Haus enorm schnapsig. Da hat die Hefe ganze Arbeit geleistet.

Jedenfalls habe ich den Teig noch einmal durchgeknetet, etwas Weizendunst auf der Backmatte verteilt und den Teig darauf plumpsen lassen. Von der Seite wird der Teig jetzt vorsichtig zusammengefaltet. Und immer schön Weizendunst außen dran, damit nichts klebt. Das kann jetzt etwas herumliegen (und wieder gehen), wir schalten den Backofen an und stellen den gußeisernen Topf mitsamt Deckel hinein.

Sind Ofen und Topf knallheiß, vorsichtig Deckel runter und Teig rein (diesmal hat es geklappt und die faltige Seite ist unten gelandet), Deckel wieder drauf und Hitze auf 180 °C reduzieren. Gebacken habe ich diesmal ca. 45 Minuten mit Deckel und dann noch 10 Minuten ohne Deckel.

 

*ihr wisst schon, dieser Zuckerrübensirup von früher, den es jetzt in schicken Verpackungen gibt.

 

8 Gedanken zu “Grafenbrot mit Apfel und Zwiebel

  1. Ohhhhh – liebe Ilka,
    wie lange hat das Brot gehalten???
    Das klingt so lecker, dass ich es wahrscheinlich sofort komplett verputzt hätte…..
    Yummy…..
    Herzliche Grüsse, Frauke

    Gefällt mir

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