Leguminosen – die Sache mit dem Eiweiß

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Kinder, Kinder, haben mir die Waden wehgetan. Ich war nämlich Kochen. Und nicht nur Kochen (und Essen), sondern ich habe auch noch was gelernt.

Eingeladen hat die UFOP, das ist die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen e.V. , zu einem Event nach Berlin. Der Ingenieur hat mich dort abgegeben und ist zu seinen Eltern weitergefahren, ansonsten wäre das ein wenig zur Odyssee ausgeartet.

Aber zu den wichtigen Sachen, ihr sollt ja auch was lernen *hihi*. Leguminosen werden auch als Hülsenfrüchtler bezeichnet und es gibt weltweit fast 20.000 Arten.

Wir kennen meist ja nur Erbsen, Bohnen, Linsen (inklusive dem Spruch** dazu), es gibt aber auch noch Ackerbohnen, Süßlupinen, Futtererbsten, Luzerne und…

Alle heimischen Leguminosen haben Wurzelknöllchen, die eine Symbiose mit stickstofffixierenden Bakterien eingehen und so später beim Zerfall als Dünger funktionieren. Und – diesmal für die Ernährung –  haben diese Hülsenfrüchtler einen hohen Eiweißgehalt.

Aber ich hab euch ja auch Essen versprochen, und so gab es Körnererbsen-Hummus mit Gurke.

Wie ihr hier seht war das so gut, dass ich echt nur Reste fotografiert habe. Rezept folgt, wenn ich es zuhause nachgebaut (und am Ingenieur getestet) habe. Gleiches gilt für das Sojabohnen-Cassoulet und die Ackerbohnenbrownies mit Vanilleschmand und pochierter Rotweinbirne.

Ich selber habe auch gekocht, und zwar zusammen mit Helen gefüllte Pilze mit Süßlupine und Feta auf Spitzkohl. Die Mengen waren etwas mehr als im Rezeptfoto und wir haben auch ein wenig geschummelt, das kann beim Nachkochen ja jeder für sich selber entscheiden.

Begonnen wird damit, dass 40 g Süßlupinenschrot nach Packungsanleitung gekocht werden.

Das war in unserem Fall schon vorbereitet, so dass wir 60 g Feta, 1 EL Pesto (grün), 1 TL Sushi-Ingwer (kleingeschnitten), Salz und Pfeffer gut verrührt haben.

 

 

Außerdem kommen noch die kleingeschnittenen Pilzstiele dazu, wäre ja schade drum.

Diese Masse wird nun in 8 große braune Champignons gefüllt. Etwas Rapsöl drüber und ab in den Backofen. Gebacken wird für mindestens 15 Minuten (bzw. bis alles eine schöne Farbe erreicht hat).

 

 

 

In der Backzeit der Pilze haben wir aus Spitzkohl, Salz, Sushi-Ingwer, und Schale und Saft einer Zitrone eine Coleslaw hergestellt. Also alles kleinschneiden und mit der Hand gut verkneten. Das dauert ein bissel.

 

Laut Originalrezept kämen noch Knoblauch, Kreuzkümmel und Cumin dazu, das haben wir durch „etwas“ mehr Zitrone ausgeglichen.

Der Kohl kann noch etwas ziehen, dann Rapsöl dazu und es kann angerichtet werden – unten eine Handvoll Coleslaw und obernauf ein Champignon.

 

 

Etwas Kreuzkümmel hat der Koch dann doch angebraten, den konnte sich jeder selber portionieren.

Was ab es noch? Wir haben etwas über die Herstellung von Podcasts gelernt – u.a. dass sich die eigene Stimme immer seltsam anhört und dass man Essgeräusche vermeiden sollte. Und wir etwas über den Nährwert und die Vorzüge von Hülsenfrüchtlern gelernt und Brot und Knabberkram aus Ackerbohne probiert.

Und übrigens albert der Ingenieur die ganze Zeit rum und nannte das Event „Vom Winde verweht“. So doll war es aber Dank Kümmel usw. gar nicht. Jetzt muss ich nur noch rauskriegen, wo man Lupinenschrot kaufen kann.

* Alles ohne Geld, aber vielen Dank an Anja, Helen, Cecilia, Michi, Urs und dem Küchenpersonal für das tolle Event.

** kennt ihr, oder?!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3 Gedanken zu “Leguminosen – die Sache mit dem Eiweiß

  1. **ja, kenne ich und noch einen: „jedes Böhnchen … “ 😉 😀

    Dein Koch-Event hört sich spannend an. Ich habe in deutschen Reformhäusern gesehen, dass Lupineneiweiss anstelle von Sojaeiweiss benutzt wird, was ich sehr gut finde. Aber so weit ist man in Dänemark noch nicht. Im Moment schwimmt man völlig auf der „Soja aus Amerika“ Welle und findet sich fortschrittlich … 😉

    Gefällt 2 Personen

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