Relish aus Roter Bete

Gibt es bei euch ein Nationalgericht? Es wird ja behauptet, das deutsche Nationalessen wäre Sauerkraut. Bei meinen schwäbischen Kollegen sind es Spätzle. Was ist es bei euch? Das Nationalessen in der Mark sind Pellkartoffeln mit Quark. Und weil das zwar immer gut ist, aber etwas langweilig aussehen kann, habe ich diesmal mit etwas Gelb und Rot und Grün nachgeholfen. Das Gelb ist in den gekochten Eiern, das Grün ein Hauch Olala-Pesto und das Rot im Relish (das sich dann beim Fotografieren etwas bockig zeigte, aber mit seiner Fruchtigkeit eine sehr gute Beilage war.

Gestartet wird mir einer Kühlschrankinspektion. Dort lagerten nämlich eine Knolle besagter Bete und eine rote Zwiebel noch vor sich hin. Im Zuge von Kühlschrank-Detox* war das Gemüsefach mal wieder mit „einmal leer und auswischen“ dran.

 

Also die Knolle geschnappt, gewogen (ca. 160 g) und in heißem Wasser** eine gute halbe Stunde vor sich hinkochen lassen. In der Zwischenzeit habe ich die Zwiebel gewogen (ca. 150 g) geschält, fein gewürfelt und dabei ordentlich geheult. Außerdem habe ich noch den restlichen vorhanden Ingwer (20 g) gerieben und 2 Knoblauchzehen geschält und kleingeschnitten. Inzwischen ist die Knolle etwas abgekühlt und kann gepellt und fein gerieben werden. Wer schlauer ist als ich, fasst sich dabei nicht ins Gesicht und nein, es gibt davon keine Fotos.

Alle Zutaten kommen nun zusammen mit 80 ml Weißweinessig, 80 g Zucker und 1 EL Ingwersenf (der war noch da, normaler geht sicher auch) in einen Topf und blubbern sachte 15 Minuten vor sich hin. Dann gleich vorsichtig in Gläser füllen, Deckel drauf und fertig.

Die Menge wurde hier erst vorsichtig beäugt und beschnuppert***, passte dann gut für 4 Portionen.

 

*wenn wir schon traditionell essen, müssen wir auch ein paar lustige Wörter einbauen, findet ihr nicht?

** ich mach das immer vorher im Wasserkocher heiß, geht schneller und braucht weniger Energie

***Wat der Bur nit kennt, frett he nich. Un wat der Ingenieur nicht kennt, muss erst analysiert werden.

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6 Gedanken zu “Relish aus Roter Bete

  1. Wieder ein toller Text, vor allem die Stelle mit dem ins Gesicht fassen fand ich gut (schmerzliche Erfahrung 🙃) und as Relish kann ich mir auch gut zu Fisch und Huhn vorstellen. Ist notiert, wird probiert! Lustiges weiterkochen!
    LG Opa Reiner

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      1. naja, schmerzlich nur, weil die ersten Gäste so herzlich gelacht haben und ich nicht verstand 😕warum!!! normaler Weise schminke ich mich nicht 🤣🤣

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  2. Brhh – rote Beete! Aber hier in Polen ist es definitiv ein Nationalgericht. Hier gibt es sogar fertige Tomatensoße mit Roter Beete drin – nochmal brrrhhh, mich schauert es! Aber auf jeden Fall schön zu lesen… man muss ja nicht alles essen 😉

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