Gefüllte Hefezöpfchen

Vor kurzem war es in und um Berlin so kalt, dass man sich ganz genau überlegen musste, ob man rausgehen muss. Und wenn man dann feststellt „ich hab die Brötchen vergessen“, braucht man einen Plan B. Bei mir kam hinzu, dass ich schon die ersten Osterbastelblätter in der Hand hatte, und da waren im Hintergrund so Gebäckzöpfchen zu sehen. Was liegt also näher, als Hefezöpfe? Ich verrate es euch: Hefezöpfe mit Füllung. Bei der Gelegenheit habe ich nämlich auch die letzten Rest des Marzipan und des Pistazienaufstrichs (der grüne, von Rewe) verarbeitet.

Gute Vorbereitung ist alles, und so räumt man sich erst einmal die Zutaten zusammen, damit wirklich alles vorhanden ist und schön auf Raumtemperatur kommt. Wir brauchen 250 g Milch, 75 g Butter, 1 Ei, 500 g (Dinkel)-Mehl, 75 g Zucker, 1 Päckchen Trockenhefe und ½ TL Salz.

Da mir die Warterei zu lange gedauert hat, habe ich die Milch mit der Butter in die Microwelle geschoben und dort erwärmt (lau ist gut). Nebenbei habe ich das Ei und das Mehl in die Rührschüssel gegeben und vermengt. Nun alles zusammen in die große Schüssel und gut verkneten, dann Tuch drüber und eine Stunde zugedeckt gehen lassen.

In der Wartezeit kann man sich die Füllung zurechtstellen, noch zwei Kapitel lesen, eine Waschmaschine ausräumen und noch eine anstellen und mit dem Ingenieur einen Kaffee trinken (also ihr nicht, ihr müsst euch jemand anderen suchen). Außerdem kann man sich das Marzipan schon mal zu langen Röllchen formen – also so lang, wie man die Zöpfchen haben möchte.

Nun wird es etwas fitzelig, vom Teig habe ich nun immer Stückchen abgeteilt und damit das Marzipan ummantelt. Zu Zöpfchen flechten und auf Backpapier legen. Den restlichen Teig habe ich zu schmalen Streifen ausgerollt, mit dem Pistazienaufstrich bestrichen, zu Röllchen geformt und dann auch je Abschnitte zu Zöpfchen verflochten. Die Zöpfchen dürfen jetzt zugedeckt auch noch einmal 20 Minuten gehen, Beschäftigung siehe oben. So lässt es sich aushalten.

Nach den 20 Minuten Herd anschalten (200°C Umluft) und Wasser im Wasserkocher kochen. das Wasser kommt nun in einem Topf in den Backofen. Wer mag, kann auch die Zöpfchen auch noch mit verklackertem Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Das habe ich gelassen und sie schmecken trotzdem. Als nächstes das Backblech mit den Zöpfchen dazu und alles ca. 25 Minuten backen. Ich habe nach 20 Minuten mal nachgesehen und das Blech gedreht, da die vorderen deutlich blasser waren als die hinteren. Und nun: rausholen, abkühlen lassen, kosten und sich freuen. Und wer so lecker ist, darf auch am Folgetag mit ins Büro.

 

… als Nachtrag: und wer nicht alle schafft, kann die Zöpfchen Tage später auch in Scheiben schneiden und als arme Ritter zubereiten. Gerade die mit der Pistaziencreme geben ein spannendes Bild.

 

 

 

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3 Gedanken zu “Gefüllte Hefezöpfchen

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