Brokkoli-Salat

Dieses Essen hätte es fast nicht auf den Blog geschafft. Und wenn doch, dann nur unter „überschätztes Essen“. Ich habe dann aber doch festgestellt, dass es nur mir nicht schmeckt und der Ingenieur das grüne Wunder mit Genuss verspeist hat (und das nicht nur, um mir einen Gefallen zu tun).

Angefangen habe ich damit, eine Orange und eine Zitrone auszupressen und den Saft mit einem Löffel Pesto und Olivenöl zu verrühren. Ok. Ich gebe zu, dass ich vorher Pesto hergestellt hatte und dann den Saft und das Öl einfach in den grünen Mixbecher getan habe zum Verrühren. Das gibt eine schöne grüne fruchtige Soße, die noch mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt wird.

Als nächstes habe ich einen halben Brokkoli geraspelt und zusammen mit einer Handvoll Spinat und einer Handvoll Rosinen in die Soße gegeben, untergerührt und das muss jetzt etwas ziehen.

Soweit, so gut. Kurz vor dem Abendessen habe ich den Salat gekostet – und dann Nudeln aufgesetzt. Für mich war der Salat nicht gut, sondern schmeckte dermaßen nach rohem Brokkoli – für den gab es nur eine Bestimmung*. Der Ingenieur kostete und meinte nur „fruchtig, muss aber noch ziehen“, machte einen Deckel drauf und verfrachtete alles im Kühlschrank.

Und was soll ich euch sagen, am Folgetag schmeckte mir der Salat immer noch nicht, der Ingenieur hat aber fröhlich ein gutes Schüsselchen verputzt und die Reste wieder fürsorglich im Kühlschrank untergebracht – nachdem ich ein Foto machen durfte.

 

* ich hasse es, Lebensmittel wegzuwerfen, aber für mich war hier nur noch Entsorgung in der Biotonne eine Option. Gut, dass es anders kam.

3 Gedanken zu “Brokkoli-Salat

  1. Hm – ich glaube, ein Rezept, das mit vorschlägt Brokkoli zu raspeln landet bei mir in der Rundablage. Ich esse schon mal gerne ganze rohe Röschen, aber wenn alles geraspelt wird, kommt dieser „grüne“ Geschmack doch noch stärker durch… Aber Glückwunsch zum Ingenieur. Der Ehemann isst auch immer (fast) alles was ich koche. Wenn sich sage: „Das geht gar nicht, fragt er nur: „Warum?“ und isst.

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    1. Unser Text war auch so
      Ich: „du musst das nicht essen, um mir einen Gefallen zu tun“
      Er: „wieso, schmeckt doch gut“
      Ich: Gesicht, das nur aus Augen besteht
      Dazu muss ich sagen, ich habe echt den Kohlgeschmack unterschätzt und gedacht, er würde durch die fruchtige Soße abgedämpft. War aber nicht. Gibt es wohl nicht noch einmal.

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      1. Aber die Erfahrung muss man machen! Stell dir mal vor, du hättest den Salat aus Angst vor dem rohen gehackten Brokkoli nicht gemacht und es ein Leben lang bereut, weil du dachtest, du hast etwas verpasst! Jetzt bist du frei von Gedanken an Brokkoli-Salat 😉

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