Seelenfutter mit Streusel

Vor kurzem gab es bei uns im Büro eine Verkündung, die mit einigen Änderungen einher geht. Das kann man finden, wie man will – mich macht sowas immer ein wenig nervös. Immerhin habe ich es geschafft, meine Meinung 1.) schnell zu finden; 2.) zu sagen; 3.) verstanden zu werden und 4.) Bedenkzeit abzulehnen. So. Zuhause lief der Grübelgenerator dann aber doch auf Hochtouren, so dass ich mich mit sinnvoller Tätigkeit abgelenkt habe.

Dazu habe ich 3 Äpfel* gewaschen, halbiert entkernt und mit der Schnittkante nach unten in Streifen eingeschnitten. Ist etwas tricky, denn die Dinger sollen nicht auseinanderfallen. In die eingeschnittenen Schlitze habe ich dann schmale Streifen Marzipan** gesteckt.

Als nächstes habe ich in die Auflaufform eine gute Lage gefrorene Himbeeren gegeben, obenauf die Äpfel.

Da der Grübelgenerator aber immer noch lief und gleichzeitig auch etwas Trost brauchte, habe ich noch Streusel gemacht. Die helfen zuverlässig bei so kleineren Verdingsungen. Hierzu habe ich 114 g Mehl, 57 g Margarine, 38 g Marzipan und 39 g Zucker verknetet, gut verkostet und auf die Äpfel gegeben. Die seltsamen Zahlen sind die Realität – ich habe freihändig gemischt, dabei aber die Schüssel auf der Waage gelassen.

Der Ingenieur fand bei seinem Eintreffen die Form wohl zu voll und hat auch noch verkostet.

 

Gebacken wird alles im vorgeheizten Ofen bei 180°C Umluft für ca. 25 Minuten – kommt auch ein wenig darauf an, wie braun ihr die Streusel mögt.

Wenn man sich über diese Portion zu zweit hermacht, ist das ein ordentliches Ding. Immerhin ist man dann so mit verdauen beschäftigt, dass grübeln nicht mehr möglich ist.

 

 

Ach ja, und ich habe eine Nacht über die Entscheidung geschlafen und bin immer noch derselben Meinung. Jetzt könnt ihr mir mal die Daumen drücken, das alles gut wird. Mantra Mantra „alles wird gut“

*ja, das sind 5 Hälfen – der eine Apfel hatte eine doofe Stelle.
**das kommt davon, wenn man Weihnachtsbackpläne hat, die unter Berücksichtigung der Kalenderlage etwas überambitioniert sind. Hat aber so auch was Gutes.

2 Gedanken zu “Seelenfutter mit Streusel

  1. Jaja, die Freihand-Mixer! Meine Tochter wollte gestern für ein YouTube-Projekt mein Pfannkuchen-Rezept. Ich musste passen – 1 Ei für je zwei Pfannkuchen und wieviel Milch ich für zwei Pfannkuchen brauche, mache ich mit Tassenmaß, dann kommt Zucker dazu, wenn‘s ein süßer werden soll. Und an Ende kommt solange Mehl rein, bis die Konsistenz stimmt. Wir mussten dann gestern Pfannkuchen backen und haben tüchtig gemessen und gewohen, bis ein „richtiges“ Rezept raus kam.
    Eine Türkin sagte mir mal, dass sie in den Hefeteig so viel Mehl knetet, bis er sich wie das eigene Ohrläppchen anfühlt. Komisches Maß, aber ich habe festgestellt, dass es stimmt.

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