Von Hopper bis Rothko

Was macht man, wenn man sich eine Ausstellung angucken möchte und die favorisierte Begleitung hat so überhaupt keine Lust darauf? Gleichzeitig ist die gemeinsame freie Zeit so knapp, dass man doch nicht alleine losstiefeln möchte? Klingt nach Dilemma. Da der Ingenieur aber vor kurzem schon am Sonntagvormittag zu einer Dienstreise aufbrechen musste, hat er mich in der Stadt abgesetzt und ich bin dann alleine losgezogen. Mein Ziel war das Museum Barberini. Hier läuft noch bis 3. Oktober 2017 die Ausstellung „Von Hopper bis Rothko“, also amerikanische Kunst von Impressionismus bis zu Abstraktem Expressionismus.

Für mich war es der erste Besuch im Barberini, denn die langen Schlangen zur Eröffnung haben mich doch sehr abgeschreckt. Interessant fand ich den Kontrast zwischen der barocken Außenfassade und der sehr modern gehaltenem Innengestaltung.

 

Der Grundriss erinnerte mich an den Schultyp Erfurt II, der auch H-förmig ist. Und genauso wie in der Schule mäandert man zwischen den beiden Seitenflügeln in den verschiedenen Stockwerken umher. Das hier ist. z.B. der Blick im linken Treppenhaus nach oben.

 

 

 

Übrigens hatte ich ja mit mir selber gepokert, wie lang die Schlange denn sein dürfte, dass ich mich anstellen. Aber wie ihr seht – am Sonntagmorgen war alles sehr übersichtlich. So übersichtlich, dass ich sogar noch einen Platz in der Führung bekommen habe. Diesen ganzen Text und auch Fotos der Bilder gibt es aber nicht, das kann man sich nur selber angucken (abgesehen davon, dass man die meisten Bilder ohnehin nicht fotografieren durfte).

Was ich aber habe, ist ein Blick auf eines der momentan meistumstrittenen Gebäude der Stadt – und ich meine damit nicht den Landtag links oder die Nikolaikirche rechts, sondern die Fachhochschule in der Mitte. Und ja, der Zustand ist schlimm (auch kein Wunder, wenn jahrelang nichts repariert wurde), allerdings finde ich den Kontrast durchaus sehenswert – und den Umgang mit dem Konflikt um den Abriss sehr bedenklich.

Ebenfalls sehenswert (und auch konfliktbeladen in der Deutung) der Jahrhundertschritt von Wolfgang Mattheuer im Innenhof des Barberini. Den kann man sich  auch ohne Museumskarte angucken, dorthin kommt man von der Wasserseite.

 

 

 

Für mich war das ein gelungener Tag. Für einen Kaffee im Barberini hat es nicht mehr gepasst – dazu wurde es dann später zu voll, aber dazu finden sich in Potsdam auch genug andere Plätzchen.

 

 

 

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