Spreewald-Sonntags-Seilebrot (saulecker)

Es ist wieder einmal Zeit, sich mit der Tomateninsel durch das Alphabet zu kochen. Den Juni habe ich wegen einer Buchstabierschwäche ausfallen lassen müssen. Irgendwie gab es weder Couscous noch Cheesecake. Aber nun, aber jetzt, aber ran – Buchstabe S und ein Rezept, das dazu passt wie nur was.

Von unserem Ausflug in den Spreewald hatte ich hier ja schon kurz erzählt. Wovon ich nicht erzählt habe, ist der kurze Abstecher in eine Mühle. Ganz aus Versehen und total ungeplant und überhaupt nix mit der Landpartie zu tun hat die Spreewaldmühle in Burg. Dafür lag sie aber auf dem Weg vom Parkplatz zum Pausenplatz. Tja, und auch wenn die 2,5 anderen Menschen, mit denen wir unterwegs waren, das jetzt nicht sooo superspannend fanden, haben wir uns die Mühle trotzdem angesehen. Im Ergebnis musste der Ingenieur einen ungefähr 6 kg schweren Beutel tragen. Immerhin war ich so schlau, den Mühlenbesuch für den Rückweg vorzuschlagen.

Was lag also näher, als mal wieder Brot zu backen? Na dann los: freihändig gibt es eine Mischung aus Weizenvollkorn, Dinkelvollkorn und Dinkelmehl. Insgesamt brauchen wir 450 g. Dazu kommen 1 Beutel Trockenhefe, 1 TL Salz, 1 EL Honig, 1 EL dunkles Brotmalz und 275 g lauwarmes Wasser. Alles gut verkneten und ruhen lassen.

In der Ruhezeit habe ich eine gute Handvoll Kräuter und Giersch aus dem Garten zusammengesammelt. die werden ordentlich gewaschen und in der Salatschleuder getrocknet und dann mit 150 g Cashewkernen, einer Handvoll Sonnenblumenkerne, 1 Chilischote (bzw. 2 halbe, ohne die Kerne), der Schale einer Zitrone, Salz und Sonnenblumenöl zu einem Pesto verarbeitet. Gut für den Geschmack, aber mies für die Farbe – ich hatte diesmal ordentlich Basilikum dabei, so dass das Pesto innerhalb kürzester Zeit eher braun wurde.

Das war alles noch Pillepalle, jetzt geht es richtig los. Der Teig ist gut gegangen und wird jetzt ausgerollt. Er wurde größer und größer, ungefähr 30 x 50 cm. Auf diesen riesigen Teiglappen schmiert man jetzt ordentlich Pesto, es muss sich lohnen. Dazu kommt noch kleingeschnittener Mozzarella. Sieht gut aus? Dann von der langen Seite her aufrollen. Ja, so riesig war das.

Die Teigrolle wird nun längs aufgeschnitten, dabei ein Ende zusammenlassen. Nebenbei machen wir mal den Backofen an und heizen ihn auf 250°C hoch. Außerdem kommt gleich ein Topf mit Wasser in den Ofen.

Und jetzt Matscherei de luxe: Teigrollenhälften mit der Schnittkante nach oben drehen und vorsichtig übereinanderlegen. Wie man sieht, habe ich für das Foto diesmal auch Hilfe gebraucht.

 

Wenn das geschafft ist, bugsiert man alles irgendwie aufs Backblech. Rein damit in den Ofen, Hitze auf 200°C zurückdrehen und ca. 20 Minuten warten, warten… warten.

So, die 20 Minuten sind um. Und was haben wir? Superleckeres Brot, das außer etwas Salat keine Begleitung braucht. Nur Servietten sind wichtig, durch das Pesto ist das Brot ziemlich fettig.

 

 

 

Mit dem Beitrag beteilige ich mich am Raumseele-Sonntagsblatt http://www.blog.raumseele.de

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3 Gedanken zu “Spreewald-Sonntags-Seilebrot (saulecker)

  1. Tolle Idee. Bei Spreewald musste ich zuerst an die berühmten Gurken denken. 😉 Aber das Brot gefällt mir doch gleich noch viel besser und mit dem Pesto schmeckt es sicherlich auch richtig lecker.
    LG Melli

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