Gewitterriegel mit Haferflocken

Weil es kürzlich gewitterte, war bei uns die Küche verwüstet. Und zwar so richtig. Angefangen hat es damit, dass in Berlin ein Gewitter niederging, das es in sich hatte. So richtig mit Wasser in der Unterführung der U-Bahn, umgestürzten Bäumen, Unmengen Wasser… also volles Ballett. Nebeneffekt war eine ziemliche Schwüle und die dazu passenden Kopfschmerzen sowie widersprüchliche Infos, wie es denn wohl zuhause aussieht. In der Vorstellung, dass unsere Terrassenmöbel evtl. Flugstunden genommen hätten oder die Blumentöpfe durch die Gegend gekugelt wären, habe ich meine Abendverabredung abgesagt (nochmal danke für das Verständnis) und bin lieber heimgefahren. Tja, und da war fast gar nichts passiert. Bissel Wasser und die Pflanzen ein wenig verstrubbelt, aber das war es dann auch schon.

Nur der Kopfschmerz war noch da. Aber dem konnte abgeholfen werden, im Kühlschrank hatte ich nämlich noch einen Piccolo, den ich mal geschenkt bekommen hatte. Blöd nur, dass der Verschluss nicht aufging – und keiner da, der helfen konnte. Also sind die Flasche und ich erstmal in den Keller marschiert und ich bin dem Verschluss mit einer Wasserpumpenzange zu Leibe gerückt. Wär ja wohl noch schöner! Tja, und was soll ich euch sagen, nach dem ersten Glas von diesem Sekt ging es mir schon besser (der Geschmack war zwar schlimm, aber wenn man das als Medizin betrachtet, lässt sich das hinnehmen). Anders als bei echter Medizin hat Sekt allerdings keinen Beipackzettel, auf dem steht „kann ungeplante Aktivitäten, u.a.  Backwahn auslösen“. Und immer noch keiner da, der mich beaufsichtig. Ha! Also habe ich erst einmal nach dem alten Rezept eine Fuhre Müsli gebacken, das war ohnehin leer.

Und dann ging es an die Experimente, Schüssel auf die Waage und los: 125 g Hafermehl (zershredderte Haferflocken), 125 g Dinkelmehl, 50 g Haferflocken (können auch gern mehr), 150 g Margarine, 70 g Zucker (können auch weniger) gut verkneten und drei Teile teilen. 2 Teile werden in eine Backform auf Backpapier als Boden festgedrückt.

 

So, jetzt brauchen wir die kleine Küchenmaschine und zerhacken 25 g weiße Schokolade, eine Handvoll getrocknete Aprikosen und eine Handvoll Rosinen. Das kommt jetzt auf die Teigschicht. Obenauf noch einmal eine dünne Teigschicht und ab in den Ofen damit (ca. 170 °C Umluft, bei mir war er wegen der Müslifuhre ja schon warm). Das dauert jetzt 30 Minuten.

Geschafft, in Riegel schneiden sollte man das erst, wenn es kalt ist. Und ganz toll – die abgeschnittenen Ränder kommen in die Frühstückstüte und dürfen mit ins Büro.

 

Mit dem Beitrag beteilige ich mich am Raumseele-Sonntagsblatt http://www.blog.raumseele.de

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2 Gedanken zu “Gewitterriegel mit Haferflocken

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