Ausflug statt Schreibtisch

Normalerweise sitze ich tagsüber im Büro und mache so Sachen und kann bzw. darf darüber hier natürlich nichts schreiben. Diese Woche gab es aber wieder mal eine Ausnahme, die war toll.

Wir bekommen ab und zu Besuch, und der will dann natürlich auch etwas von Berlin sehen. Und auch wenn das so scheint, ich bin da auf keinen Fall der Auskenner. Jedenfalls ging es am Montag mal wieder in den Bundestag. Dafür braucht man zum Glück keine Geheimkontakte, Geldgeschenke oder sowas. Nein, man kann sich ganz einfach im Internet hier anmelden. Der einzige Trick besteht darin, dass man das rechtzeitig tun muss, weil die ganzen Führungen ratzifatzi ausgebucht sind. Und man braucht die Geburtstage aller Teilnehmer – und zwar bei der Anmeldung. So habe ich bei einem anderen Anlass schon an einem Tag mehrere Gruppen durch die Sicherheitsschleuse gebracht, um dann bei der letzten auch mal bis in den Bundestag hineinzukommen (da leuchtet man am Abend wie ein Vielflieger).

Diesmal war aber eine Kollegin die „Reiseleiterin“. Besucht haben wir die Hausführung mit dem Schwerpunkt Geschichte und haben so eine ganze Menge zum Haus selbst und der Kunst gehört. p1000625bBesonders eindrucksvoll fand ich den von Günther Uecker gestalteten Andachtsraum und auch die Wandgraffiti der sowjetischen Soldaten. Und keiner würde beim Gucken der Tageschau denken, dass der Adler im Plenarsaal ca. 58 Quadratmeter groß ist, oder?! Das ist übrigens die Rückseite. Auf der Besuchertribüne im Plenarsaal haben wir dann deutlich den Altersdurchschnitt nach oben getrieben – außer unserer Gruppe waren fast alle Plätze von Klassenfahrten besetzt. Auch das eine interessante Erfahrung 😉

Anschließend war noch Zeit für einen Spaziergang in der Kuppel. Dank unserer Kontakte hat auch das Wetter mitgespielt und Berlin zeigte sich sonnig und klar, so dass auch der Abschluss wirklich schön war. Allerdings habe ich dann das Mittagessen ausfallen lassen und bin recht flott wieder zurück an den Schreibtisch, denn die Sachen dort quackern auch ununterbrochen wie Hefeteig.

Bis zum nächsten Besuch habe ich mir noch etwas Lesestoff mitgenommen, das ist nie verkehrt. Auch das kann man sich „einfach so“ hier bestellen. Und Fotos und Karten gibt es da auch. Fotografieren war zwar ausdrücklich erlaubt, aber das klappt in der Gruppe und mit gleichzeitig Zuhören dann doch nicht so recht.

Ab und zu lohnt sich so eine Extratour sehr – und wenn nette Kollegen kommen, macht man das doch um so lieber.

 

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