Die sichere Bank – Muffins und eine Zahnfeefrage

Ich probiere wirklich gern Rezepte aus – auch total Unbekanntes und ich ändere auch gern daran herum. Was mich immer etwas fuchsig macht sind Rezepte aus dem Internet oder auch in Büchern oder Zeitschriften, die niemand wirklich zu testen scheint. Sina von Casaselvanegra hatte letztens so einen Fall sogar im Kinderkochbuch. Gemein, oder?! Ich finde, am schlimmsten sind so nette Foodseiten von Hotels, gern mit tollen Bildern. Das ging mir schon mit der Spargellasagne so und jetzt mit muffinähnlichen Wish-Cake. Und nein, da reißen auch der schöne Name und stylishe Bilder nix raus, das nervt einfach nur! Also Wish-Cake: sieht von außen aus wie ein Muffin, innen ist ein Schokokern und außen drauf Schokoglasur und Minimarshmallows. Klingt ja erstmal ganz nett. Aber 2 Eier, 300 g Zucker, 100 g Mehl, Schokolade für den Kern und sonst nur Dekofitzel – das kann nicht klappen. Noch dazu sollte man die Dingerchen warm servieren, die Schokoglasur aber auf die kalten Küchlein gebe. Auf den Bauch außen oder was? Mann, ich war so richtig in Rage. Und weil ich für Spielplatzbesuch mit Gästen auf jeden Fall was muffinartiges brauchte, habe ich nicht lange rumexperimentiert und nur den Standard leicht abgewandelt. Los geht’s:

In die kleinere Schüssel kommen 250 g Mehl, 1 Prise Salz, 1 Päckchen Backpulver. Geschickt ist, jetzt den Backofen auf 180°C Umluft einzustellen – und ich kann es gar nicht oft genug sagen, Backofen vorher leermachen. Weiß natürlich jeder, aber so ein klitzekleiner Kontrollblick?!

In der zweiten Schüssel werden 2 Eier, 150g Zucker (weiß oder braun, was so da ist) kräftig verquirlt, dazu kommen 125 g Milch und 125 g Joghurt (das sind je 1/8 Liter, ich mach das nur immer mit der lieben Tara-Taste auf der Küchenwaage – und es muss auch nicht alles aufs Gramm abgewogen sein) und werden nochmal fein durchgequirlt.

So, weiter geht es. Die Mehlmischung kommt jetzt langsam unterrühren in die Schüssel mit den Flüssigkeiten, Entweder mit Absetzen und einem Löffel, oder (für Fortgeschrittene mit schweren Schüsseln) beidhändig kippen und rühren. Und weil das jetzt zwar alles ok ist, aber noch ein bissel langweilig, machen wir jetzt Geschmack dran: gerne abgeriebene Zitronenschale oder (was ich alles habe) Schokostreusel. Ab in den Ofen, 20 Minuten warten, Stäbchenprobe, fertig.

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Nur gut, dass ich das Fotoshooting mit den drei auserwählten schon vorab gemacht habe. Wir haben nicht einen Krümel vom Spielplatz zurückgebracht. Und was die Sache mit dem Wish angeht – bei jedem Schokostreusel den man findet, hat man einen Wunsch frei. So!

Besucht haben wir den Wasserspielplatz im Volkspark, das ist vor allem für kleinere Kinder zu empfehlen. Ach ja, und ich habe noch eine Frage an die Auskenner: wenn das schon ziemlich große Kindergartenkind  auf dem Spielplatz den seit 2 Wochen wackeligen Zahn verliert und nicht wiederfindet (vermutlich ist er mit den Brezeln im Bauch gelandet), dann gibt die Zahnfee sich doch ganz bestimmt auch mit einem Beweisfoto der Zahnlücke zufrieden, oder?!

Veröffentlicht auch bei http://blog.raumseele.deTitelblatt-Sonntagsblatt

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9 Gedanken zu “Die sichere Bank – Muffins und eine Zahnfeefrage

  1. Da das Verschlucken und Fotografieren mehr Aufwand für den/die Verschluckende(n) ist und den/die Fotografierende(n) und viiiiiiiiiiiiiiel seltener vorkommt als der normale Schwups-Hoppla-Da-isser-Standard, liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebt die Zahnfee ein solch wunderbares Ereignis! Und gibt und gibt und gibt!

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