Vorsicht, laute Musik

Wenn man an diesem Schild „Vorsicht, laute Musik“ steht, ist man richtig. Zumindest am ersten Wochenende im Juli . Es gibt nämlich diesen einen Monat, da sollte man sich die Wochenenden freihalten. Das ist in Potsdam der Juli. Und das, wo bei uns ja „immer nüscht los is“. Fast wäre die ganze Chose schiefgegangen, aber selbst das Wetter hatte ein Einsehen und hat sich entschieden, das das Event nicht in die Reihe der abgesagten Festivals in diesem Jahr  aufzunehmen. Am Freitagabend sah es noch sehr danach aus.

Ach so, ich sollte verraten, worum es geht: am ersten Wochenende im Juli ist in Potsdam Stadtwerkefest. Das klingt nach Blaskapelle und Bratwürstchen, oder? So ungefähr ist es auch gestartet – ursprünglich mit einem Kinderfest und Auftritt von Karat (deutlich keine Blaskapelle) im Betriebshof. Inzwischen ist eine ganz andere Stufe erreicht. Freitagabend Klassik, Samstag Pop & Rock und Sonntag Familienfest. Und alles ohne Eintritt.

In diesem Jahr stand am Freitagabend die Symphonie des Sports von der Norddeutschen Philharmonie Rostock auf dem Plan. Leider gab es eine Gewitterwarnung – und wirklich ein fettes Gewitter – so dass der Beginn deutlich verlegt werden musste. Nach einer anstrengenden Woche war das für uns zu spät. Ich hoffe aber, die anderen Gäste hatten viel Spaß und die pitschnassen Radler holen sich keinen Schnupfen.

Der ganz große Tag ist für uns der Sonnabend. Auch wenn wir mit Hausarbeit und Bauarbeiten gestartet sind, wurde es dann deutlich besser. Im Laufe des Vormittags eine sms, dass eine Freundin den Kuchen fertig hat und wir von dort gemeinsam aufbrechen können. Soll ich endlich das Programm verraten?  Oder reicht, was auf den Warnschildern stand „Vorsicht, laute Musik“. Na gut:

Potsdam On Stage / MIA / SIX / Cyndi Lauper / Santana

Alle echt und persönlich und live. Ist doch was, oder?! Wir haben es wegen Kuchen und Geschnatter allerdings erst zu den letzten Takten von MIA geschafft – das war ungefähr um 18:00 Uhr. Wetter super (nicht 36°C und auch nicht Dauerregen – hatten wir alles schon), man trifft ein paar Bekannte und hat eine gute Zeit.

Zu den Konzerten kann ich kaum etwas sagen, hört/guckt sie euch selber an, es lohnt sich wirklich. Ich hab nicht mal vorzeigbare Fotos wegenweil Gehopse und zuweitweg und plötzlichzudunkel, dafür aber ganz platte Füße und Rückenschmerz (aber erst, als alles vorbei war).

In die Bahn zurück sind wir dann gegen 1:00 Uhr, nachdem wir uns nach den Konzerten noch eine Portion Pommes auf der Hafentreppe schmecken ließen. So haben wir die ganz große Völkerwanderung ausgelassen und auch den Zaubertrick „wie verwandle ich eine Straßenbahn in eine Dampfsauna“. Und wir sind schon sehr darauf gespannt, was uns im nächsten Jahr erwarten wird.

Falls also nächstes Jahr jemand in der Nähe sein sollte – immer dran denken, Kartenspiel einpacken, denn „bei uns is nüscht los“. Und ein ganz dickes Dankeschön an alle, die das möglich gemacht und unterstützt haben, die Damen und Herren in Orange, Polizeiblau, Sanitäter-Rot, Ordnergelb, Stadtwerke-grau/grün…..).

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