Heute essen wir Unkraut

Das Grauen hat einen Namen – wenigstens für Gartenbesitzer – und heißt Giersch. Wenn man es genau nimmt, hat es noch viel mehr Namen, aber dafür sind andere zuständig. Bisher habe ich nur gezupft, heute habe ich beschlossen, dass wir das Zeug aufessen. Vielleicht schreckt es das ab. Natürlich essen wir das nicht so vom Beet, ich habe Pesto daraus gemacht.

2 Hände Giersch (möglichst die kleinen Blättchen) abpflücken, gut waschen und trockenschleudern und dann mit reichlich Walnüssen, Sonnenblumenkernen, Cashewkernen, Öl, Salz und hartem Käse in der Küchenmaschine kleinhacken. Abschmecken, meist noch etwas Öl und Salz dazu – fertig. Dazu gibt es Nudeln.

Die großen Blätter auf dem Foto sind nur zur Illustration, falls jemand wirklich noch nie Giersch gesehen haben sollte.

P1020163

Eigentlich soll ja auch gerade Zeit für Bärlauchpesto sein. Das fällt bei uns aus, denn

  1. mindestens einer verträgt den nicht so gut
  2. gibt es hier viele Hunde*
  3. habe ich Ingrid Noll gelesen**

*hier gibt es keine Erklärung / ** würde ich bei Nachfrage nachliefern

Advertisements

8 Gedanken zu “Heute essen wir Unkraut

    1. Ha, in Ingrid Nolls Krimi Ladylike vergiften zwei nette ältere Damen den Ehemann der einen mit einem Bärlauchsüppchen, ganz aus Versehen – Bärlauchblätter sind evtl. mit denen von Herbstzeitlosen und Maiglöckchen zu verwechseln, zumal wenn man nicht mehr gut gucken kann *hüstel*. Alles sehr makaber und sehr gut geschrieben.

      Gefällt mir

  1. Das klingt erst mal altbekannt nach „Arsen und Spitzenhäubchen“, also so, als ob ich’s eher langweilig finden würde, aber jetzt sehe ich, dass das Buch mit Monica Bleibtreu verfilmt worden ist… Und DIE finde ich NIE langweilig. Danke für den Tipp!
    Mein Pesto ist auch im Kühlschrank, ich habe damit noch was vor und poste dazu in zwei Wochen : )
    So lange laufen bei Katrina und mir noch die Vorbereitungen.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich habe mich früher so über meinen Garten geärgert, weil dort so viel „Unkraut“ wächst. Heute ist er ein wahres Paradies für mich. Es sind so viele Wildkräuter vorhanden, dass mein Rohkost-Herz höher schlägt. Aufessen ist eine gute Idee! Es kommt halt wie immer auf den Blickwinkel an 😉
    LG Silke

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s